Lößnitzgrundbahn bei Friedewald im Frühling

Dampfparadies Sachsen - der Film

Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft mbH (SDG) betreibt drei Dampfbahn-Linien im östlichen Bundesland. Rund um die Landeshauptstadt Dresden sind es zwei Linien: Die Lößnitzgrundbahn führt von Radebeul Ost über Moritzburg bis Radeburg; die Weißeritztalbahn verkehrt von Freital-Hainsberg bis Dippoldiswalde. Und im Erzgebirge dampft die Fichtelbergbahn zum Kurort Oberwiesenthal.

Lößnitzgrundbahn bei Friedewald im Frühling

Der Film über die SDG zeigt Impressionen von allen drei Linien. 90 Minuten lang steht der Plandampf auf dem Programm. In 720er-Auflösung (HD-ready) nimmt Sie der Film mit auf eine spannende Reise durch das Schmalspurparadies Sachsen.


Bernina Express Brusio Viadukt 3

Top5-Bauten von Glacier & Bernina Express

Die bekanntesten Schmalspurbahnen in der Schweiz, der Glacier Express und der Bernina Express, geizen nicht mit atemberaubenden Kunstbauten, gigantischen Tunneln und spektakulären Viadukten. Wir haben die Top5-Bauwerke gesammelt.

Bernina Express Brusio Viadukt 3

Zu den Top5-Bauwerken gehören das Landwasserviadukt, Furka-Basistunnel, Furka-Bergstrecke, Kreisviadukt von Brusio und der Albulatunnel. Dazu gibt es Fotos + Videos dieser spektakulären Bauwerke der Rhätischen Bahn.

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Übersicht zu Glacier und Bernina Express

Der Glacier Express ist einer der wohl berühmtesten Züge der Welt. In acht Stunden geht die Zugreise von Zermatt im Kanton Wallis. Am Nordostfuß des Matterhorns beginnt die Tagesreise mit dem Glacier Express, die durch 91 Tunnel und über 291 Brücken führt. Auf der Strecke zwischen Zermatt im Wallis und St. Moritz und Davos in Graubünden meistert die Schmalspurbahn dabei insgesamt einen Höhendifferenz von 1500 Metern. Die vom Glacier Express befahrene Albulabahn gehört zum Unesco-Welterbe.

Der Bernina Express führt von den Gletschern der Schweizer Alpen bis zu den Palmen in Norditalien. Die Fahrt mit den Panoramawagen im Zug der Rhätischen Bahn (RhB) von Chur, St. Moritz oder Davos in Graubünden bis ins italienische Tirano ist ein Erlebnis. 55 Tunnel werden durchfahren und 196 Brücken passiert; dabei meistert der Bernina Express Steigungen von bis zu 70 Promille mit Leichtigkeit. Die Route des Bernina Express ist ganzheitliches Unesco-Weltkulturerbe: Sowohl die befahren Albulabahn als auch die Berninabahn wurden ausgezeichnet

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Furka-Basistunnel - Platz 5

Furka-Basistunnel Eingang Nordostportal
Furka-Basistunnel Eingang Nordostportal

Der Furka-Basistunnel ist eine finanzielle und technisch-geologische Meisterleistung. Die Planungen dafür begannen nach einem Unfall bei Schneeräumungen im Jahr 1963. Am Ende wurde der 15,35 Kilometer lange Tunnel am 25. Juni 1982 eröffnet – und wurde vier Mal teurer als geplant. Er ist eingleisig und verfügt über zwei automatische Kreuzungsstationen. Der Glacier Express durchquert den Furka-Basistunnel zwischen Andermatt und Brig. Erst der Tunnel ermöglicht seither einen ganzjährigen Betrieb des Glacier Express.

Furka-Bergstrecke - Platz 4

Furka-Bergstrecke
Furka-Bergstrecke

Bevor der Furka-Basistunnel in Betrieb ging, war der Furkapass bis 1981 ebenfalls in einem Scheiteltunnel unterquert; doch war diese Passstrecke nur im Sommer befahrbar. Auf  der Furka-Bergstrecke zwischen Oberwald und Realp führte der Zug am Rhone-Gletscher vorbei. Der Glacier Express wurde nach dem Rhone-Gletscher benannt, schließlich steht „Glacier“ französisch für Gletscher. Erst seit 2010 ist die Furka-Bergstrecke nun wieder durchgehend befahrbar. Vor allem dem Engagement von Eisenbahn-Freunden ist es zu verdanken, das nun wieder Bahnbetrieb herrscht – und dies nach einer Pause von 28 Jahren. Besonders Highlight: Die Furka-Bergstrecke wird heute als zahnradbetriebene Dampf-Schmalspurbahn geführt.

Landwasserviadukt - Platz 3

Landwasserviadukt der Albulabahn
Landwasserviadukt der Albulabahn

Die Albulabahn, die von der Unesco als Weltkulturerbe eingestuft wurde, hat mit dem Landwasserviadukt einen spektakulären Höhepunkt. Kurz vor Filisur überqueren Glacier Express und Bernina Express das 65 Meter hohe Viadukt, das über das Landwassertal direkt in einen Bergtunnel führt. Das 136 Meter lange Landwasserviadukt, über das täglich 60 Züge fahren, wird oft als spektakulärstes Wahrzeichen der Rhätischen Bahn in den Schweizer Alpen bezeichnet.

Die drei Hauptpfeiler wurden ohne Gerüst in den Jahren 1901/02 errichtet. Gründe dafür waren sowohl Kostenersparnis als auch Hochwassergefahren. Bei steigendem Wasserstand hätten Gerüstbauten weggespült werden können. Um ohne Gerüst auszukommen, wurde in jedem Turm innen ein eiserner Stützturm aufgestellt. Der wurde eingemauert, mit zunehmender Bauhöhe nach oben verlängert und die Kranbrücke weiter nach oben gezogen. Die Baukosten betrugen seinerzeit 280.000 Schweizer Franken. Im Jahr 2009 erfolgte eine komplette Sanierung des Landwasserviadukts.

Eine permanent aktualisierte Webcam vom Landwasserviadukt gibt es hier.

Kreisviadukt Brusio - Platz 2

Bernina Express Brusio Viadukt 3
Kreisviadukt Brusio

War das Landwasserviadukt der Höhepunkt von Glacier und Bernina Express auf der Albulabahn, gilt das Kreisviadukt bei Brusio gilt als spektakulärstes Bauwerk der Berninabahn. Zunächst war an dieser Stelle ein Kehrtunnel geplant. Doch die Geologen wunken ab: Das Gelände sei dafür ungeeignet, weil es viel zu rutschgefährdet sei. Deshalb schlugen die zuständigen Ingenieure vor, zur Höhengewinnung ein Spiral-Viadukt zu errichten. Diese spiralförmige Streckenführung dient der künstlichen Streckenerweiterung und zur Überwindung des Höhenunterschieds auf begrenztem Raum.

Neun Torbögen hatte das Viadukt am Ende; unter dem neunten Torbogen erfolgt die Kreuzung der Zugstrecke. Der Bau wurde schließlich am 1. Juli 1908 eröffnet, damals zusammen mit dem Teilstück TiranoPoschiavo der damals eigenständigen Berninabahn. Weil die Strecke als Adhäsionsbahn konzipiert worden war, betrug das Gefälle die maximalen 70 Promille.

Albulatunnel - Platz 1

Der Albulatunnel liegt zwischen Chur und St. Moritz und ist seit 2008 Teil des Unesco-Welterbes «Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina». In einer Tiefe von 1000 Metern gräbt sich der Albulatunnel durch das Albula-Massiv und sichert so den Zugang ins Oberengadin. Der knapp sechs Kilometer lange Tunnel zwischen den Bahnhöfen Preda und Spinas ist eine kühne Konstruktion – und die Arbeit war gefährlich: 21 Arbeiter verloren beim Bau ihr Leben. Schließlich wurde der Albulatunnel 1903 eröffnet und trug maßgeblich zur touristischen Entwicklung des Oberengadins bei.


Doch nach mehr als 110 Jahren Betriebszeit und mehrjähriger Planung wird er nun ersetzt. Denn die knapp sechs Kilometer lange Tunnelverbindung ist in baufälligem Zustand. Der Berg arbeitet, Schnee, Wasser und Bewegung machen der eingleisigen Tunnelröhre zu schaffen.

Weil die Kosten für eine Generalsanierung nicht deutlich niedriger waren als für einen Neubau, entschied sich die Rhätische Bahn für einen Neubau, der im Jahe 2022 in Betrieb gehen soll. Die Kosten für die neue 5860 Meter lange Tunnelröhre werden auf 345 Millionen CHF geschätzt, von denen der Bund 85% und der Kanton Graubünden 15% zahlt.


Glacier Express Panoramawagen

Videos: Best of Schweizer Schmalspurbahnen

Im Schmalspurbahn-Paradies Schweiz finden sich einige der spektakulärsten Bahnstrecken der Welt. Am bekanntesten sind wohl der Glacier Express und der Bernina Express. Die schönsten Videos der Schweizer Bahnen finden Sie hier.

Glacier Express Panoramawagen

Der Glacier Express gilt als langsamster Schnellzug der Welt – acht Stunden dauert eine Fahrt von Zermatt am Matterhorn durch die Schweizer Alpen bis nach St. Moritz und Davos im Schweizer Kanton Graubünden. Der Bernina Express fährt von den Gletschern bis zu den Palmen – vom Start in St. Moritz, Davos oder Chur in Graubünden geht es hinab nach Tirano in Italien. Die Rhätische Bahn betreibt die Berninabahn und Albulalinie, auf der die beiden Panoramazüge unterwegs sind - die Strecken gehören zum Unesco-Welterbe. Und die Furka-Bergstrecke ist nun wieder als Dampfeisenbahn in Betrieb. Ein Einblick in die Schweizer Schmalspurbahnen im Video.

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Glacier Express - die berühmteste Bahn der Alpenwelt

In knapp sieben Minuten gibt dieser Film einen guten Einblick in die Fahrt mit dem weltberühmten Glacier Express von Zermatt am Matterhorn bis nach St. Moritz und Davos in Graubünden. Auf der Stammstrecke der Matterhorn-Gotthard-Bahn beginnt die Reise mit dem Glacier Express, anschließend geht es durch den Furka-Basistunnel und schließlich über die Albulabahn, die zum Unesco-Welterbe gehort, bis nach Graubünden. Hier gibt es mehr Videos vom Glacier Express.

Bernina Express (HD)

Bereits sechsstellige Abrufzahlen bei YouTube hat dieser knapp zehn Minuten lange Film einer Fahrt im Bernina Express, der von der Rhätischen Bahn betrieben wird. Die Aufnahmen aus dem Jahr 2011 zeigen die Fahrt von Chur nach Tirano in Innen- und Außenaußnahmen. Hier werden also Albulabahn und Berninabahn befahren. Mit dabei ist auch die Panoramakurve in Alp Grüm, die Fahrt über den Piazza Basilica sowie die Passage des Landwasserviadukts. Hier gibt es mehr Videos vom Bernina Express.

Dampfbahn Furka-Bergstrecke (HD)

Dieses HD-Video zeigt eine Fahrt mit der Zahnrad-Dampfeisenbahn über den Furkapass von Realp nach Oberwald. Die Strecke wurde früher vom Glacier Express genutzt, doch nach der Einweihung des Furka-Basistunnels 1981 stand die Strecke still. Erst 28 Jahre später, seit 2010, ist die gesamte Strecke wieder befahrbar. Heute wird der Dampfbahnbetrieb von Eisenbahn-Enthusiasten betrieben. Die Abrufzahlen dieses Videos sprechen für sich - mehr als 300.000 Aufrufe gibt es bereits.


Zittauer Schmalspurbahn: Fahrt ins Zittauer Gebirge nach Oybin / Jonsdorf

Zittauer Schmalspurbahn ist erste Bahnstrecke bei Google Street View

Die Zittauer Schmalspurbahn ist die erste deutsche Bahnstrecke, die ins Internet gewandert ist. Nein, die Schmalspurbahn-Züge in der Oberlausitz fahren natürlich noch immer von Zittau über Bertsdorf nach Kurort Oybin bzw. Jonsdorf, doch kann die Strecke nun bei Google Street View angeschaut werden.

Zittauer Schmalspurbahn: Fahrt ins Zittauer Gebirge nach Oybin / Jonsdorf

Es sind Dutzende Fotopunkte entlang der 12 Kilometer langen Strecke der sächsischen Schmalspurbahn vorhanden sowie zahlreiche Spezialfotos von Bahnhöfen und Zügen.

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Zittauer Schmalspurbahn hofft auf Tourismus-Schub

Die 360-Grad-Fotos entlang der Streckenpunkte hat Bert Siegel geschossen. Aus über 1500 einzelnen Fotos der Strecke der Zittauer Schmalspurbahn setzt er die Fotopunkte zusammen. An einem Fotopunkt braucht es mindestens zwölf Bilder, damit ein Rundum-Panorama entstehen kann. Das ist Pionierarbeit entlang der Zittauer Schmalspurbahn - aber nicht nur für die Oberlausitz oder das Bundesland Sachsen, sondern für ganz Deutschland. Die Idee für das Projekt kam von der Hochschule Zittau / Görlitz, so liest man auf der Website der SOEG, die den entsprechenden Beitrag der Sächsische Zeitung online gestellt hat.

Mithilfe der Bilder sollen Touristen in die Schmalspurbahn gelockt werden. Denn unweit von Zittau kann man eben auf der 750-Millimeter-Bahn gemütlich ins Zittauer Gebirge nach Oybin und Jonsdorf fahren. So haben die Fotos auch gekostet: Laut der Sächsischen Zeitung betrugen die Kosten etwa 5000 Euro, die sich die DB Netz AG und der Schmalspurbahn-Betreiber, die Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft SOEG teilen.

Zittauer Schmalspurbahn bei Google Maps: Hier geht's lang

Wenn Sie wollen, können Sie hier in die Zittauer Schmalspurbahn bei Google Street View einsteigen. Links unten sehen Sie die Karte. Die kleinen blauen Punkte symbolisieren Orte, an denen ein Rundum-Panorama verfügbar ist. Zugleich sind in der unteren Scrollleiste zahlreiche Fotos abrufbar, die nicht immer unbedingt genau auf dem Schienenstrang entstanden sein müssen, sondern auch Bahnhofsgebäude, Panoramen oder wichtige Gebäude abseits der Trasse zeigen.

Per Video mit Schmalspurbahn ins Zittauer Gebirge

Wer jetzt Lust auf noch mehr Zittauer Schmalspurbahn bekommen hat, kann sich hier satt sehen. In diesem Video "Die Zittauer Schmalspurbahn in der Oberlausitz - mit Volldampf durchs Zittauer Gebirge" gibt einen guten Einstieg und Überblick über die Faszination der Schmalspurbahn in der Oberlausitz, die ins Zittauer Gebirge dampft und die Kurorte Oybin und Jonsdorf mit Zittau verbindet.


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Schmalspurbahnen in Europa – Bahnmagazine und Reiseführer

Große Streckennetze von Schmalspurbahnen gibt es in Europa in Nordspanien mit dem berühmten Zug El Transcantabrico oder bei den Waldbahnen in Rumänien.

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Der bekannteste Schmalspurzug Europas ist sicher der GlacierExpress in der Schweiz, auch als langsamster Schnellzug bezeichnet. Er verbindet St. Moritz mit Zermatt. Im Kanton Graubünden verläuft das Schmalspurstreckennetz der Rhätischen Bahn mit dem BerninaExpress von Chur nach Tirano.

Auf der Route der GoldenPass-Line ist ebenfalls ein berühmter Zug unterwegs. Von Luzern am Vierwaldstädtersee über den Brünigpass nach Interlaken fahren die Schmalspurzüge der Zentralbahn (SBB). Die Verbindung über Spiez nach Zweisimmen verläuft mit der Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn (BLS) auf Normalspur. Ab Zweisimmen betreibt die Montreux-Berner-Oberland-Bahn (MOB) den GoldenPass-Line über Gstaad und Saanen nach Montreux am Genfersee.


Döllnitzbahn - Wilder Robert - Dampflok in Mügeln

Döllnitzbahn: Steuerverschwendung bei Sachsens Schmalspurbahnen?

Der Landesrechnungshof Sachsen hat die Zuschüsse der Landesregierung in Dresden für die fünf sächsischen Schmalspurbahnen kritisiert. Die „breitspurige Finanzierung der Schmalspurbahnen" stößt dem Rechnungshof auf - vor allem auf der Döllnitzbahn "Wilder Robert".

Döllnitzbahn - Wilder Robert - Dampflok in Mügeln

Vor allem die Döllnitzbahn stößt dem Rechnungshof auf - die Ausgabe seien seit 2011 um 400 Prozent gestiegen, ein tragfähiges Finanzierungskonzept liege nicht vor. Dem widerspricht die Döllnitzbahn GmbH.

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Sächsische Schmalspurbahnen: Hintergrund

Die sächsischen Schmalspurbahnen stellen im Jahr 1919 am Ende des Ersten Weltkriegs das größte einheitlich betriebene Schmalspurbahnsystem in Deutschland dar. Heute sind noch fünf Strecken erhalten: Fichtelbergbahn (Cranzahl – Kurort Oberwiesenthal), Lößnitztalbahn (Radebeul Ost – Moritzburg – Radeburg), Weißeritztalbahn zwischen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde, Zittau – Kurort Oybin / Jonsdorf, Döllnitzbahn Oschatz – Mügeln – Glossen und die Pressnitztalbahn.

Aktuelle Schmalspurbahn-Zuschüsse aus Sachsen

Prof. Karl-Heinz Binus ist Mahner und Hüter am sächsischen Landesrechnungshof. Er passt auf, dass keine Steuern verschwendet werden. Wobei man sich über den Begriff der Verschwendung sicher streiten kann. Der Bericht des Landesrechnungshofes Sachsen für das Jahr 2013 weist zum dritten Mal hintereinander höhere Einnahmen aus Steuern als geplant aus – trotzdem müsse weiter gespart werden.

Als Beispiele für Steuer-Verschwendung nennt Karl-Heinz Binus etwa die „breitspurige Finanzierung der Schmalspurbahnen" So hätten die fünf sächsischen Schmalspurbahnen in 18 Jahren mehr als 125 Mio. Euro Zuschüsse von Bund und Land gekommen. Diese Rechnung für Betriebskosten- und Investitionszuschüsse seien vom Jahr 1996 bis zum Jahr 2012 entstanden. Aktuell bekämen die fünf sächsischen Schmalspurbahnen für den laufenden Betrieb 8,65 Mio. Euro pro Jahr.

 

Döllnitzbahn: Teure Streckensanierung

Der Landesrechnungshof stört sich insbesondere daran, dass das Wirtschaftsministerium keinen „Überblick über die Kostenentwicklung, etwaige Risiken der Betriebsführung und deren Finanzierung" im Bereich der sächsischen Schmalspurbahnen habe.

So seien allein die Ausgaben für die Döllnitzbahn von Oschatz nach Mügeln und von Mügeln nach Glossen seit 2011 um fast 400 Prozent gestiegen, doch das Ministerium habe bis heute ein vom Landtag gefordertes Modell zur langfristigen Finanzierung noch nicht vorgelegt. Zudem seien auf der Döllnitzbahn preisintensive Streckensanierungen angestoßen worden. "Darüber hinaus werden seit November 2013 bis 2016 Streckenabschnitte der Döllnitzbahn mit rund 2,6 Millionen Euro Fördermitteln saniert", so der Bericht des Landesrechnungshofes. "Die Döllnitzbahn erhält damit 2013 bis 2016 insgesamt rund 4,2 Millionen Euro Zuschüsse."

So reagiert die Döllnitzbahn auf die Steuer-Vorwürfe

Die Döllnitzbahn selbst hat andere Zahlen. So lägen die laufenden Betriebskosten der Döllnitzbahn seit 2009 unverändert bei ca. 0,55 Mio Euro jährlich und kämen zumeist vom zuständigen Zweckverband ZVNL. Bei den vier anderen sächsischen Schmalspurbahnen lägen sie höher - bei jährlich jeweils ca. 2 Mio Euro, woraus sich jährliche Zuwendungen von ca. 8,6 Mio Euro für ganz Sachsen ergeben.

Weiterhin heißt es in der Stellungnahme der Döllnitzbahn: "Die Kostensteigerung um 400% lässt sich also nur in dem Beitrag des Freistaates während der Übergangsfinanzierung zur Rettung der Döllnitzbahn erkennen, was auch der Bericht des Rechnungshofs so vermerkt. Allerdings fehlt hier ein Hinweis, dass sie wegen des sehr begrenzten Zeitraums nicht dauerhaft sind und ab 2015 gar nicht mehr anfallen."

Ebenfalls fehlt aus Sicht der Döllnitzbahn GmbH keineswegs ein aussagekräftiges Konzept für die Finanzierung. "Für die Döllnitzbahn war genau solch ein Konzept mit worst/best case Szenarien die Grundlage für die Ausreichung der Mittel ab 2009.
Bezüglich der Investitionen in die Sanierung der Infrastruktur der Döllnitzbahn (Budget 2013 bis 2016/17 ca. 2,6 Mio Euro) mit Unterstützung des Freistaats (75% Förderung) sei angemerkt, dass sich diese auf sehr sparsamem Niveau vollziehen und bereits Bestandteil des genannten Konzepts von 2008 war. Bei allen anderen Schmalspurbahnen in Sachsen ist solch eine Sanierung bereits in den vergangenen Jahren geschehen und zumeist mit einem höheren finanziellen Volumen.", heißt es abschließend in der Stellungnahme.


Brockenlok der Brockenbahn in Wernigerode

60 Jahre Brockenloks: HSB feiern mit Sonderfahrten

Seit sechs Jahrzehnten prägen die Brockenloks das Erscheinungsbild der Schmalspurbahnen im Harz. Die ab dem Jahr 1955 gebauten Maschinen gehören zu den letzten in Deutschland gebauten Dampflokomotiven.

Brockenlok der Brockenbahn in Wernigerode

Unter dem Motto „60 Jahre Brockenlok“ erinnerten die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) mit Foto-Sonderfahrten an das besondere Jubiläum dieser harztypischen Baureihe. Wir erinnern hier mit Videos + Bilder sowie Infos zu den Sonderfahrten sowie zu den Brockenloks selbst.

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Videos Brockenlok-Jubiläum

60 Jahre Brockenlok - Sonderfahrt von Nordhausen nach Wernigerode

Die Schmalspurbahn-Fans haben ein gut halbstündiges Video der Sonderfahrt von Nordhausen nach Wernigerode produziert und in ihrem Youtube-Kanal hochgeladen. Brockenlok 99 7234 hat einen gemischten Personen- und Güterzug angekoppelt, die Schmalspurbahn-Fans haben Onboard-Aufnahmen und schöne Vorbeifahrten gefilmt:

Harzer Schmalspurbahn / 60 Jahre Brockenlok in Wernigerode- Westerntor (17.04.2015)

Im April 2015 starteten die Harzer Schmalspurbahnen erfolgreich in ihre erste Veranstaltung des Jubiläums„60 Jahre Brockenlok“. Auftakt bildete in Wernigerode eine Foto-Aufstellung von insgesamt vier Brockenloks am Bahnhof Westerntor. Diese Aufstellung wurde natürlich auch im Video festgehalten.

Harzer Schmalspurbahn / 60 Jahre Brockenlok in Wernigerode-Hasselfelde (18.04.2015)

In diesem Video geht es um die Sonderfahrten 60 Jahre Brockenlok bis nach Hasselfelde. "Beide Sonderzüge den Bahnhof Hasselfelde, wo die Loks getauscht wurden, einen Imbiss gab vom Freundeskreis Selketalbahn e.V. und eine Fotoausstellung mit Lok 997244", so Steven Schacht, der das Video bei YouTube eingestellt hat. "Nach gut einer Stunde Pause in Hasselfelde ging es wieder zurück mit Doppelausfahrten, Scheinanfahrten uvm. Gegen 17.50 Uhr erreichte unser Sonderzug den Bahnhof Wernigerode, wo der Mephistoexpress schon bereit stand." Es war, man kann es auf dem Video nachempfinden, ein sicher wunderschöner Tag.

Bilder Brockenloks

 Technik der Brockenloks

"Mit 700 Pferdestärken, einem Dienstgewicht von 61 Tonnen und ihrer wuchtigen Erscheinung sind die „Brockenloks“ nicht nur technisch wie optisch wahre Kraftpakete" im Fuhrpark der Harzer Schmalspurbahnen, informieren die HSB. Sie seien auch charakteristisch für den Harz, denn nur hier könnten sie im täglichen Einsatz bewundert werden. Die Baureihe 99.723-724 bildet dabei mit ihren 17 Exemplaren den zahlenmäßig größten Anteil am heute insgesamt 25 Maschinen umfassenden Dampflokbestand der HSB.

Sieben Brockenloks im Planeinsatz

In den 1970er-Jahren wurden die Brockenloks, die natürlich zum Bahnhof Brocken, aber auch nach Wernigerode oder nach Gernrode schnauften, mit Öl betrieben. Das änderte sich durch die Ölkrise, die DDR stellte wieder auf Kohle hin. Heute sind täglich meist etwa sieben bis acht Neubau-Dampfloks im Einsatz. Eine bedient täglich von Quedlinburg oder Gernrode aus die Selketalbahn, eine Dampflok übernimmt die Strecke von Nordhausen über Drei Annen Hohne bis zum Brocken. Und fünf Dampfloks machen ihrem Namen alle Ehre – als wahre „Brockenloks“ schnaufen im Regelbetrieb von Wernigerode über Drei Annen Hohne und Schierke hinauf bis zum Brocken.

Mehr zum Fuhrpark der Harzer Schmalspurbahnen mit Brockenloks, Mallet-Dampfloks und Harzkamel.

Nummernschilder der einsatzfähigen Brockenloks:

99 7232-4 Baujahr 1954, LKM Babelsberg/134009
99 7234-0 Baujahr 1954, LKM Babelsberg/134011
99 7235-7 Baujahr 1954, LKM Babelsberg/134012
99 7236-5 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134013
99 7237-3 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134014
99 7238-1 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134015
99 7239-9 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134016
99 7240-7 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134017
99 7241-5 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134018
99 7242-3 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134019
99 7243-1 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134020
99 7245-6 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134022


Selketalbahn: Zugkreuzung im Bahnhof Mägdesprung

Fuhrpark Harzer Schmalspurbahn: Jubiläum Brockenlok, Mallet, Harzkamel

Charakteristisch für die Harzer Schmalspurbahnen sind die bulligen Neubauloks, die im VEB Lokomotivbau "Karl Marx" in Babelsberg in den 1950er-Jahren gebaut worden sind. Weiterhin im Fuhrpark der Harzbahnen: Mallet-Dampfloks, Einheitsloks, Harzkamele und Triebwagen. Infos & Videos zu allen Loks finden Sie in diesem Beitrag.

Selketalbahn: Zugkreuzung im Bahnhof Mägdesprung

Neben 25 Dampfloks, 16 Dieselloks und 10 Triebwagen verfügen die Harzer Schmalspurbahnen über einen Bestand von 77 Reisezugwagen, 19 Bahndienstwagen, 37 Güterwagen, 40 Rollböcken und 79 Rollwagen. Die wichtigsten Informationen zu den einzelnen Lok-Typen erhalten Sie in diesem Artikel.

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Brockenloks: Die Neubau-Dampfloks der Brockenbahn

Die Harzer Schmalspurbahnen haben von der Deutschen Reichsbahn insgesamt 25 Dampflokomotiven übernommen, die sie auch heute noch besitzt. Ihre wichtigsten Zugpferde sind die atemberaubend bulligen „Neubaulokomotiven“ der Baureihe 99 7231 bis 99 7274, auch Brockenlok“ genannt.

Brockenloks mit Öl-Feuerung in den 1970er-Jahren

Diese vom VEB Lokomotivbau "Karl Marx" in Babelsberg gebauten Neubauloks waren die letzten Dampfloks, die in der DDR konstruiert wurden. Das war damals nötig, weil die Fuhrpark der Harzer Schmalspurbahn in den 1950er-Jahren technisch völlig verwaltet war. Zudem gingen durch den 2. Weltkrieg, der im Harz mit erbitterter Härte ausgetragen wurde, viele Lokomotiven verloren.

In den 1970er-Jahren wurden die Brockenloks, die natürlich zum Bahnhof Brocken, aber auch nach Wernigerode oder nach Gernrode schnauften, mit Öl betrieben. Das änderte sich durch die Ölkrise, die DDR stellte wieder auf Kohle hin. Auch ein Segen für die Umwelt, jetzt tropfte kein Öl mehr ins Schienenbett. Die Daten der Neubauloks: Fahrgeschwindigkeit: 40 Kmh, Masse: 64,5 Tonnen – und 700 PS Zugkraft.


Planmäßig sind meist etwa sieben bis acht Neubau-Dampfloks im Einsatz. Eine bedient täglich von Quedlinburg oder Gernrode aus die Selketalbahn, eine Dampflok übernimmt die Harzquerbahn-Strecke von Nordhausen über Drei Annen Hohne bis zum Brocken. Und fünf Dampfloks machen ihrem Namen alle Ehre – als wahre „Brockenloks“ schnaufen im Regelbetrieb von Wernigerode über Drei Annen Hohne und Schierke hinauf bis zum Brocken.

Alle „Brockenloks“ gingen am 01. Februar 1993 mit der Betriebsaufnahme der HSB in das Eigentum des noch jungen Unternehmens über, welches zwischen 2004 und 2012 insgesamt zehn Exemplare mit neuen Rahmen und Zylindern für weitere Einsatzjahre ertüchtigte. Die harten Belastungen, vor allem durch den Güterverkehr, hatten im Laufe der Jahre zu Verschleiß an den Harzer Dampfloks geführt.

700 Pferdestärken, Dienstgewicht von 61 Tonnen und wuchtige Erscheinung: Die „Brockenloks“ sind auch charakteristisch für den Harz, denn nur hier können sie im täglichen Einsatz bewundert werden. Die Baureihe 99 723-724 bildet dabei mit ihren 17 Exemplaren den zahlenmäßig größten Anteil am heute insgesamt 25 Maschinen umfassenden Dampflokbestand der HSB.

Brockenlok: 60-jähriges Jubiläum und Sonderfahrten 2015

Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Brockenloks veranstalteten die Harzer Schmalspurbahnen 2015 mehrere Foto-Sonderfahrten.

Bilder Brockenlok - Fotos Harzer Dampflok

Die Brockenlok-Nummernschilder

99 7231-6 Baujahr 1954, LKM Babelsberg/134008, nicht einsatzfähig
99 7232-4 Baujahr 1954, LKM Babelsberg/134009
99 7233-2 Baujahr 1954, LKM Babelsberg/134010, nicht einsatzfähig
99 7234-0 Baujahr 1954, LKM Babelsberg/134011
99 7235-7 Baujahr 1954, LKM Babelsberg/134012
99 7236-5 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134013
99 7237-3 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134014
99 7238-1 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134015
99 7239-9 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134016
99 7240-7 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134017
99 7241-5 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134018
99 7242-3 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134019
99 7243-1 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134020
99 7244-9 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134021, nicht einsatzfähig
99 7245-6 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134022
99 7246-4 Baujahr 1955, LKM Babelsberg/134023, nicht einsatzfähig
99 7247-2 Baujahr 1956, LKM Babelsberg/134024, nicht einsatzfähig

HSB erweitern Bahnwerkstatt in Wernigerode

Anfang 2014 kündigte die HSB an, die Bahnwerkstatt in Wernigerode zu erweitern. Künftig sollen direkt am Bahnhof Wernigerode – Westerntor die 25 Dampfloks instandgesetzt werden. Die bisherige Bahnwerkstatt ist dafür nicht ausgelegt, bisher mussten die Dampfloks zur Hauptuntersuchung ins Dampflokwerk Meiningen nach Thüringen gebracht werden. Dies ist nicht nur aufwändig, weil der Transportweg nicht einfach zu bewältigen ist, es ist auch teuer: Laut HSB kostet die Hauptuntersuchung eine halbe Million Euro pro Lok – und diese Untersuchung ist für die Dampfloks der Harzer Schmalspurbahnen alle sieben Jahre nötig. Durch den HSB-Erweiterungsbau der Lokwerkstatt in Wernigerode sollen die Kosten drastisch gesenkt werden.

Mallet-Dampfloks

Zwölf charismatische Mallet-Dampfloks wurden für die Nordhausen-Wernigerode Eisenbahn gebaut. Die Mallet-Loks haben größtenteils den Krieg und die DDR nicht überlebt – drei Maschinen kamen 1993 mit zur HSB. Eine Lok trägt übrigens noch die grüne Farbgebung der NWE-Zeit – das galt damals als schick, aber teuer. Deshalb wurde zugunsten des Preises auf das schwarz-rote Dampflok-Design zurückgegriffen.

Die Mallet-Dampfloks der älteren Garde werden für die Sonderzüge auf der Harzquerbahn, der Selketalbahn und natürlich der Brockenbahn bereitgestellt.

Fotos Malletloks - Bilder der Mallet-Dampfloks

 

Die Mallet-Dampflok-Nummernschilder

99 5901 ex NWE 11, Bauart Mallet, Baujahr 1897, Jung/258
99 5902 ex NWE 12, Bauart Mallet, Baujahr 1897, Jung/261
99 5903 ex NWE 13, Bauart Mallet, Baujahr 1898, Jung/345, nicht einsatzfähig
99 5906 ex NWE 41, Bauart Mallet, Baujahr 1918, MBG/2052

99 6001 ex NWE 21, Baujahr 1939, Krupp/1875
99 6101 ex NWE 6, Baujahr 1914, Henschel/12879, für Sonderverkehr IG HSB
99 6102 ex NWE 7, Baujahr 1914, Henschel/12880, für Sonderverkehr FK Selketalbahn

Einheitslok

Bahnhof Wernigerode - BrockenbahnSie ist die "Mutter" der Neubaumaschinen. Das Streben bei der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft DRG nach Vereinheitlichung und Standardisierung machte auch vor den Schmalspurbahnen nicht halt. So entstand als zweite Schmalspur-Einheitslokomotive die Baureihe 9922. Die Konstruktion der Brockenloks lehnte sich in den 1950er-Jahren in technischer Hinsicht an die Einheitslokomotiven 99 221 – 99 223 an. Mit der 99 222 (Baujahr 1931) verfügt die HSB übrigens noch heute über das letzte – und einsatzfähige - Exemplar dieser Vorbild-Baureihe.

Diesel-Triebwagen der Harzer Schmalspurbahn

Die Deutsche Reisbahn übergab der HSB lediglich zwei aus der Vorkriegszeit stammende Triebwagen, davon war nur einer einsatzfähig. Für den Planbetrieb kaufte die Harzer Schmalspurbahnen GmbH im Jahr 1995 drei Triebwagen von der Inselbahn Langeoog, anschließend wurde Ende der 1990er-Jahre nach einem Prototyp vier eigene „Halberstädter“ gebaut.

Bilder +Video Triebwagen Harzer Schmalspurbahnen

Nummernschilder der Harzer Triebwagen

187 001 ex GHE T1, Baujahr 1933 Dessau/3046
187 011 ex Insel Langeoog T1, Baujahr 1955, Talbot/97519
187 012 ex Insel Langeoog T3, Baujahr 1955, Fuchs/9107
187 013 ex Insel Langeoog T4, Baujahr 1955, Talbot/97520
187 015 Typ "Wittenberge", Baujahr 1996
187 016 Typ "Halberstadt", Baujahr 1999
187 017 Typ "Halberstadt", Baujahr 1999
187 018 Typ "Halberstadt", Baujahr 1999
187 019 Typ "Halberstadt", Baujahr 1999
187 025 ex NWE T3, Baujahr 1940, Wismar/BBC/21132

Dieselloks „Harzkamel“

16 Dieselloks der Baureihe 110 wurden von der Deutschen Reichsbahn umgespurt – von Normalspurweite (1435 Millimeter) auf einen Meter Schmalspurbahn-Format. Diese berühmt-berüchtigten „Harzkamele“ sorgten, nun als Baureihe 199, eine zeitlang auf den Strecken von Harzquerbahn, Selketalbahn und Brockenbahn für Unmut bei Fahrgästen und Fotografen. Hatten die sich doch auf eine gemütlich Dampflok-Fahrt eingestimmt – und nun zieht eine rote, überdimensionierte Diesellok den Zug. Heute sind die „Harz-Kamele“ außer Dienst gestellt, für den Planbetrieb werden sie größtenteils nicht mehr benötigt. Der Freundeskreis Selketalbahn unterhält in Gernrode die Pflege der 199 010 – und bespannt damit auch Sonderzüge.

Nummernschilder Harzkamel

199 005 Typ V10C, Baujahr1964, LKM Babelsberg/250352, nicht einsatzfähig
199 006 Typ V10C, Baujahr1964, LKM Babelsberg/250353, nicht einsatzfähig
199 010 Typ Kö II, Baujahr 1934, BMAG/10224, nicht einsatzfähig
199 011 Typ Kö II, Baujahr 1935, Jung/5668
199 012 Typ Kö II, Baujahr 1934, BMAG/10164, nicht einsatzfähig
199 301 Typ V30C, Baujahr 1966, LKM/263001, nicht einsatzfähig
199 861 Typ V100, Baujahr 1976, LEW/15379
199 871 Typ V100, Baujahr 1976, LEW/15389, nicht einsatzfähig
199 872 Typ V100, Baujahr 1976, LEW/15390
199 874 Typ V100, Baujahr 1976, LEW/15392
199 877 Typ V100, Baujahr 1978, LEW/16371, nicht einsatzfähig
199 892 Typ V100, Baujahr 1978, LEW/16386, nicht einsatzfähig


Brockenbahn in Drei Annen Hohne - Abfahrt Bahnhof Brocken

Urlaub im Harz: Die Urlaubsorte der Brockenbahn

In diesem Beitrag geht es um einen Urlaub entlang der Brockenbahn: Neben einem ausführlichen Streckenporträt gibt es Urlaubs-Tipps sowie Infos zu Orten, Veranstaltungen und Veranstaltungen im Harz.

Brockenbahn in Drei Annen Hohne - Abfahrt Bahnhof Brocken

Wer in den Harz kommt, um mit der Brockenbahn, zu fahren, hat ein großartiges Eisenbahn-Erlebnis vor sich. Wer eine Unterkunft im Harz angemietet hat, bekommt eine Vielzahl von möglichen Ausflügen geboten – mit der Harzer Schmalspurbahn nach Wernigerode, Schierke, auf den Brocken. Zudem wartet der Harz mit dem Hexentanzplatz und der Roßtrappe auf – alte Legenden, die ein aufrührerisches Bild der Sachsen zeichnen. Sie planen einen Harz-Urlaub? Bei unserem Partner booking.com können Sie aus mehr als 2500 Unterkünften im Harz wählen - schon ab 35 Euro:

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Streckenverlauf der Brockenbahn

Am Bahnhof Wernigerode wartet bereits ein Zug der Harzer Schmalspurbahn mit Dampflok auf die Fahrt zum Brocken. Am Wasserkran wird gerade eine weitere Lok betankt, daneben der im Jahr 1990 erbaute dreiständige Lokschuppen. Von Wernigeorde aus erklimmen die Züge der Brockenbahn den 1125 Meter hohen Brocken - die höchste Erhebung in Mittel- und Norddeutschland, und weil er so allein mit seiner Höhe auf weiter Flur steht, ist das Klima auf dem Brocken oftmals recht rau.

Die „bunte Stadt am Harz“, wie sich Wernigerode für Touristen selbst betitelt, ist ein wunderschönes Städtchen: alt, verwinkelt, mit vielen Fachwerkhäusern. Die Schmalspurbahn umfährt zunächst in weitem Bogen das historische Zentrum der Stadt und erreicht kurz danach den Bahnhof Wernigerode Westerntor. Das 1936 eingeweihte, teils holzverschalte Empfangsgebäude ist eine Pracht. Der Bahnhof ist das eigentliche Herzstück der Harzer Schmalspurbahnen – hier befindet sich die Hauptwerkstatt und die HSB-Betriebsleitung. Danach dampft der Zug ganz Straßenbahn-like bimmelnd und schnaufend an den Häusern der Fachwerkstatt vorbei, besonders eng wird es in der Wernigeroden Kirchstraße, wo sich auch ein weiterer Haltepunkt der Schmalspurbahn befindet. Danach wird es etwa geräumiger, und nach dem Bahnhof Wernigerode-Hasserode beginnt langsam die Fahrt hinein ins Harz-Gebirge, die mit dem schnaufenden Aufstieg bis zum Brocken endet.

 

Bahnhof Wernigerode

So wird mächtig Feuer im Kessel der Dampflok gemacht, steiler Anstieg, enge Kurvenradien erwarten die Gäste der Brockenbahn. Besonders nach dem Haltepunkt Steinerne Renne bis hinauf nach Drei Annen Hohne müssen 231 Höhenmeter auf 8,2 Kilometern Strecke überwunden werden. Hier geht’s durch das Drängetal – urwüchsig, dicht bewaldet, wunderschön. Sogar einen Tunnel liegt auf dem Weg – der Thumkuhlenkopf-Tunnel, übrigens der einzige Tunnel einer Schmalspurbahn in den neuen Bundesländern.

Am Bahnhof Drei Annen Hohne ist erstmal einige Minuten Aufenthalt. Hier hat unsere Dampflok Zeit, erneut Wasser zu nehmen. Von Drei Annen Hohne aus führen wunderschöne Wanderwege in den Nationalpark Harz.

Wer will, kann auch von Drei Annen Hohne aus den „Blocksberg“ besteigen – oder aber per Schmalspurbahn weiterfahren. Denn in Drei Annen Hohne zweigt nun die Brockenbahn ab, die Harzquerbahn verläuft hier weiter über Elend und Sorge, schlimme Ortsnamen – und Orte, in denen man zu DDR-Zeiten nur mit Sondergenehmigung aus den Zügen steigen durfte. Auch die Brockenbahn dampfte in der sozialistischen Epoche nur bis Schierke, allerdings durfte nur mit, wer einen Passierschein hatte. Das Gebiet wurde als Grenzgebiet deklariert – und damit als touristenfreie Zone.

Bevor wir uns auf 543 Metern über N.N. nun auf die Fahrt bis zum Brocken vorbereiten, nimmt unsere Dampflok nochmal ordentlich Wasser für den Anstieg. Dichter Harzwald und enge Radien lassen die Fahrt zum Vergnügen werden. Auf 687 Metern liegt der Bahnhof Schierke. Der Luft- und Wintersport-Kurort gilt auch „St. Moritz des Nordens“, hat nur 70 Einwohner, aber dafür viel Touristen, die in den Ferienwohnungen, Pernionen und Hotels in Schierke übernachten. Ortsansässig ist der  „Schierker Feuerstein“ – für Fahrgäste, die im Winter auf den Brocken reisen, eine nette Erwärmung.

Danach beginnt der halbstündige, kraftraubende Aufstieg per HSB-Dampflok hinauf zum Bahnhof Brocken: Es geht es durch das Eckerloch, den Bahnhof Goetheweg, dessen Empfangsgebäude im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, durch das geheimnisumwitterte Brockenmoor bis zur „Brockenspirale“. Dabei umkurvt die Brockenbahn anderthalb Mal die Bergkuppe, um die maximale Steigung auf ein erträgliches Maß zu drücken. Dieser Bau gilt als eisenbahntechnisches Meisterwerk. Die Vegetation wird nun immer spärlicher, die Dampflok muss ihre ganze Kraft aufbringen.

Nach halbstündiger Bergfahrt ist die gewaltige Anstrengung geschafft: Auf 112 Metern Höhe nimmt uns der Bahnhof Brocken in Empfang. Das Bahnhofsgebäude des Bahnhofs Brocken ist aus Granitstein und wurde 1923 errichtet. Es ist der höchstgelegene Bahnhof Deutschlands, den man mittels „normaler“ Züge erreichen kann, die also keine Hilfsmittel wie Seilzüge o.ä. verwenden.

Urlaub in Wernigerode

Die mittelalterliche Fachwerkstadt Wernigerode ist ein wahres Kleinod – wunderschön gelegen am Rand des Harzes und wunderschön anzuschauen. Die „bunte Stadt am Harz“ – einst so benannt von Hermann Löns – blickt auf eine bereits 900-jährige Geschichte zurück. Das Westerntor und zahlreiche renovierte Fachwerkhäuser zeugen von der mittelalterlichen Blütezeit, die Wernigerode erlebt hat.

Mittelpunkt der Altstadt ist der von farbenprächtigen Häuserfassaden umgebene Marktplatz und der Marktbrunnen. Wer als Unterkunft eine Pension in Wernigerode gemietet hat, sollte sich einen Ausflug aufs Wernigeroder Schloss vormerken, das auf dem 350 Meter hohen Agnesberg steht. Dort wartet eine Schlosskirche, das Arbeitszimmer des Grafen Otto und ein original eingerichteter Festsaal mit eingedeckter Tafel um 1880 auf die Urlauber im Harz. Ebenfalls einen Besuch in Wernigerode wert ist das Museum für Luftfahrt und Technik Wernigerode mit mehr als 40 Flugzeugen und Hubschraubern von Clemens Aulich, dazu viel restaurierte Details und Technik zum Staunen.

Wernigerode liegt im südwestlichen Sachsen-Anhalt und hat gut 30.000 Einwohner. Wenn Sie in Wernigerode sind: hören Sie gut hin: Auf chorischem Gebiet hat sich die Stadt einen Namen gemacht. Chor- und Musikschulen, Chorfestivals und mehr laden zum musikalischen Verweilen ein.

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Bahnof Drei Annen Hohne

Der Umsteigebahnhof der Harzer Schmalspurbahnen, wo die Brockenbahn von der Relation Wernigerode – Nordhausen abbiegt, ist ein kleiner Ort am Fuße des Nationalparks Harz. Hier erreichen Sie vom Bahnhof aus in einem etwa 15-minütigen Fußweg das Natur-Erlebniszentrum HohneHof. Erfahrene Ranger des Nationalparks Harz geben Ihnen Tipps für eine spannende Wanderung, dies gilt im Winterurlaub genauso wie im Sommer.

Urlaub in Schierke

Brockenbahn der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) im Bahnhof Schierke

Der Kurort Schierke ist ein idyllischer Ort am südöstlichen Fuße des Brockens, der sich durch seine urige Atmosphäre auszeichnet. Jedes Jahr findet hier eine der größten Walpurgisfeiern des Harzes statt. Der Wintersport- und Luftkurort zählt gut 700 Einwohner – aber deutliche mehr Touristen, die den kleinen Ort als Ausgangspunkt nehmen, um zum Brocken mit der Brockenbahn zu fahren, Wanderungen, Wintersport oder Wellness zu betreiben.

Schierke gilt auch als das „St. Moritz des Nordens“, die Unterkünfte, Pensionen und Hotels kannten einen hohen Standard. Dieser fiel zu DDR-Zeiten, bedingt durch die Grenzlage. Denn der Urlaubsort Schierke, den so viele Harz-Besucher sehen wollten, war nur schwer zu erreichen. Wer mit der Harzquerbahn bzw. Brockenbahn hier aussteigen wollte, benötigte einen Passierschein. Heute geht es deutlich offener zu, ein Grund dafür kann vielleicht auch der hochprozentige „Schierker Feuerstein“ sein. Der Kräuterlikör ist einer von zahlreichen Kräuterschnäpsen, die im Harz hergestellt werden. Wer seinen Urlaub im Harz in einer Unterkunft in Schierke verbringt, dem wird in seiner Pension, der Ferienwohnung oder dem Hotelzimmer nach einem Glas „Feuerstein“ sicher nicht mehr kalt werden.

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Brocken: Geschichte, Wetter und Attraktionen

Zum höchsten Erhebung im Harz muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Der Brocken ist der höchste Berg im Norden Deutschland mit 1142 Metern. Der Granitberg weist ein raues Klima auf, weshalb hier zahlreiche seltene Arten zu finden sind. Das Brocken-Wetter ist daher mit Vorsicht zu genießen und sollte von Harz-Urlaubern vor einem Ausflug nochmal gecheckt werden, schließlich ist die Vegetationszone des Brockens im Nationalpark Harz ist mit Nordskandinavien oder den Alpen zu vergleichen.

Schon lange vor der Eröffnung der Brockenbahn im Jahre 1899 war der Brocken ein beliebtes Ausflugs- und Wanderziel – davon kündet etwa der Haltepunkt „Goetheweg“, den die Brockenbahn auf dem Weg zum Gipfel ansteuert. Die Wetterwarte wird heute noch genutzt. Die militärische Nutzung des Brockens insbesondere zu Zeiten des 2. Weltkriegs (Stichwort: „Festung Harz“) und anschließend durch die DDR zum großen Lauschangriff auf die Bundesrepublik ist heute glücklicherweise nicht mehr gegeben. Die Grenze der DDR zur Bundesrepublik verliert etwa zwei Kilometer westlich der Brockenkuppe. Stattdessen erfreut sich der Brocken zahlreicher Besucher, die per Pedes oder mit der Brockenbahn den höchsten Berg im Norden Deutschlands erklimmen.

Bilder Brockenbahn: Fahrt, Bahnhof Brocken, Brocken-Gipfel

Faust – Die Rockoper auf dem Brocken

Die Co-Produktion zwischen der Harzer Schmalspurbahnen GmbH und Manthey Event GmbH bringt "Faust - Die Rockoper" auf die Bühne des Goethesaal im Brockenhotel. Orginalgetreue Texte aus dem Weltklassiker von Goethe und eine musikalische Inszenierung, die an ein Kiss-Konzert erinnert, werden seit 2006 auf dem Brocken aufgeführt. Die Urlauber, die Faust buchen, reisen dabei mit der Brockenbahn von Wernigerode aus bis zum Bahnhof Brocken. Dort gibt es die Theater-Rock-Aufführung – übrigens wahlweise von „Faust 1“ oder „Faust 2“, ein „Mephisto-Mahl“ beim Brockenwirt sowie Reiseleitung und Animation während der hundertminütigen Dampfbahn-Fahrt bis auf den Brocken. Das Angebot gibt es jetzt auch für Schüler und Schulklassen, die den obligatorischen „Faust“ mal auf andere Weise als im frontalen Deutsch-Unterricht behandeln wollen.

Nationalpark Harz

Der Brocken ist Teil des Nationalparks Harz. Als geschütztes Gebiet umfasst der Nationalpark ungefähr 10 Prozent der Gesamtfläche des Harzes. Nahezu der gesamte Nationalpark Harz ist bewaldet, vor allem mit Fichten- und Buchenwäldern. Er erstreckt sich von Bad Harzburg im Süden bis Ilsenburg im Norden. Aufgrund seiner großen Höhendifferenz von mehr als 900 Metern umfasst der Nationalpark Harz insgesamt 6 Höhenstufen der Vegetation vom Hügelland hinauf bis auf die Brockenkuppe. Wer Urlaub im Harz macht, findet hier eine unerschöpfliche Quelle Natur zum Wandern.

Roßtrappe: Auf einer Felsenklippe in einer Höhe von 451 Metern gelegen, ist der sagenumwobene Hufabdruck die Attraktion. Der Sage zufolge konnte sich Brunhilde, altgermanische Königstochter, durch einen waghalsigen Sprung mit ihrem Pferd von einem Gebirgsbach auf einen gegenüberliegenden Fels retten – natürlich vor einem Herren, der ihr nachstellte. Das war, der Legende nach, der aufdringliche Böhmenkönig Bodo.

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Hexentanzplatz + Walpurgisnacht

Einer der bedeutendsten Ausflugsziele für Touristen, die im Harz Urlaub machen, ist der sagenumwobene Hexentanzplatz in Thale. Der Hexentanzplatz gilt als altgermanischer Kultort, an dem Rituale abgehalten wurden. Diese Rituale wurden vor allem in der Walpurgisnacht abgehalten.

Die Harzer Schmalspurbahnen feiern die Walpurgisnacht jedes Jahr mit Sonderzügen. Dabei werden die Dampfloks mit Tannengrün und Reisig geschmückt und bringen Hunderte Harz-Urlauber zum nächtlichen Tanz der Hexen und Teufel bis zum Bahnhof Brocken hinauf.

Die Geschichte der Walpurgisnacht ist allerdings weniger vom Brocken, sondern mehr vom Hexentanzplatz geprägt. Der Legende zufolge wollten die Sachsen einmal in jener Nacht an ihre Kultstätte gelangen. Dazu mussten sie allerdings an den Wachen vorbei, die Karl der Große dort postiert hatte. Um an den Wachen vorbeizukommen, verkleideten und bewaffneten sich die Einwohner mit Heugabeln und Besen. Das zeigte Wirkung – die Wachen flohen und erzählten, sie seien von Teufeln und Hexen bedroht worden. Insofern hat das alljährliche Ritual, sich als Hexe und Teufel zu verkleiden, etwas sehr Aufrührerisches: der gewitzte Kampf gegen die Obrigkeit.

Braunlage

Adieu, Südharz-Eisenbahn – so hieß es am 30. September 1962, also gut ein Jahr nach dem Mauerbau. Vormals kreuzte die Harzquerbahn in Sorge die Trasse der Südharz-Eisenbahn, Sorge war also ein zentraler Knotenpunkt im Netz der Harzer Schmalspurbahn Richtung Norden ging es nach Wernigerode, Richtung Süden nach Nordhausen. Und die Südharz-Eisenbahn verkehrte in westlicher Richtung nach Braunlage.

Doch nach dem Mauerbau war die Verbindung unterbrochen. Auch wenn es keine heute keine Schmalspurbahn-Verbindung mehr nach Braunlage gibt, konnte dies der Popularität von Braunlage als Urlaubsort im Harz nichts anhaben, im Gegenteil: Bis zur Wiedervereinigung war Braunlage ein beliebter Urlaubsort im Harz.


Brockenbahn der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) im Bahnhof Schierke

Selketalbahn: Video Doppel-Ausfahrt in Alexisbad

In diesem Video sehen Sie eine Doppelausfahrt auf der Selketalbahn. In Alexisbad teilen sich die Gleise - eins führt in Richtung Harzgerode, die andere Strecke der Selketalbahn verläuft bis nach Stiege - Hasselfelder und als Verbindung zur Harzquerbahn bis nach Eisfelder Talmühle.

Brockenbahn der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) im Bahnhof Schierke

Die Mallet-Dampflok 99 5905-5 fährt nach Harzgerode, der Personenzug mit Neubaulok 99 7246-4 fährt in Richtung Stiege.

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