Die Lokführergewerkschaft GDL ruft zum Bahnstreik 2021 auf: Alle aktuellen Informationen gibt’s hier. Alle Informationen zu den Fahrgastrechten bei Bahnstreik gibt’s hier: Wir erklären, wie Sie Ihren Anspruch auf Bahnticket-Erstattung und Entschädigung wegen des Streiks kostenlos online prüfen lassen. Das Wichtigste für Bahn-Reisende ist die Frage: Ist mein Zug pünktlich? Alle aktuellen Zugverbindungen können Sie in der DB Fahrplanauskunft anschauen.

Bahn-Streik 2021 – Ersatz-Fahrplan & Infos

Deutsche Bahn - Fahrplan-Anzeigetafel im Berliner Hauptbahnhof

Alle aktuellen Infos und Hintergründe zum Bahnstreik 2021 sowie Fahrgastrechte, Ersatz-Fahrplan und Kulanzregelungen der DB hier im Überblick:

Bahnstreik 2021: Die Abschlüsse zwischen DB und GDL im Überblick

Die wichtigsten Inhalte des Abschlusses im Einzelnen: 

  • Entgelterhöhung und Laufzeit: Die Entgelte steigen zum 1. Dezember 2021 um 1,5 Prozent und um weitere 1,8 Prozent zum 1. März 2023. Insgesamt wurde eine Laufzeit von 32 Monaten von März 2021 bis Oktober 2023 vereinbart.
  • Corona-Prämie: Die Beschäftigten erhalten zum 1. Dezember 2021 eine Corona-Prämie. Diese beträgt je nach Lohn-Gruppe 600 bzw. 400 Euro und 300 Euro. Für den 1. März 2022 wurde eine zweite Corona-Prämie in Höhe von 400 Euro vereinbart.
  • Geltungsbereich: DB und GDL haben Tarifverträge für das Zugpersonal und erstmals auch für Mitarbeitende in den Werkstätten und der Verwaltung bei den sieben Eisenbahnverkehrsunternehmen, DB Fernverkehr, DB Cargo, DB Regio, DB Regio Netz, S-Bahn Berlin, S-Bahn Hamburg und DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee geschlossen. Es wird keine Tarifverträge der GDL für die Infrastruktur geben.
  • Umsetzung Tarifeinheitsgesetz (TEG): Die Tarifvertragsparteien stimmen darin überein, dass das TEG bei der DB angewendet wird. Die GDL ist zu einem Verfahren zur Mehrheitsfeststellung in den betroffenen 71 DB-Betrieben bereit. Die GDL-Tarifverträge kommen in GDL-Mehrheitsbetrieben – Stand heute 16 – zur Anwendung.
  • Regelungen zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV): Die bAV der DB bleibt auf branchenführendem Niveau. Für alle Beschäftigten investiert die DB auch künftig einen Arbeitgeberbeitrag von 3,3 Prozent des Gehalts in die bAV. Das Altsystem („Zusatzversorgungs-Tarifvertrag“) wird beendet. Heutige Mitarbeitende und diejenigen, die bis Ende 2021 eingestellt werden, erhalten Bestandsschutz.
  • Weitere Einigungen: Mitarbeitende können künftig zwischen einem Konzern-Jobticket oder einem jährlichen Fixbetrag als Zuschuss zu ihren Fahrtkosten wählen. Außerdem wurden zusätzliche Regelungen für Ausbilder und zur Arbeitszeit vereinbart.

So lief der Bahnstreik 2021

+++ 16. September 2021: Tarifstreit beigelegt: Die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben sich auf einen Tarifabschluss verständigt. Damit ist der Tarifkonflikt mit der GDL beigelegt. Der Tarifvertrag hat eine lange Laufzeit von 32 Monaten bis Oktober 2023.

+++ 30. August 2021: GDL ruft 3. Bahnstreik aus: Der 3. Bahnstreik soll im Personenverkehr vom 2. September bis zum 7. September 2021 dauern, jeweils von bzw. bis 2 Uhr morgens. Im Güterverkehr beginnt die Streikrund bereits am 1. September ab 17 Uhr. Das ist die bislang längste Streikrunde – insgesamt 120 Stunden soll dabei ein Großteil des Personenverkehrs ruhen.

+++ 26. August 2021: Kein neues Angebot von der DB +++ Die Bahn will der Lokführergewerkschaft GDL im Tarifstreit kein neues Angebot machen. Stattdessen solle verhandelt werden, so Bahn-Chef Lutz. Beide Seiten seien nicht weit voneinander entfernt. Vom Fahrgastverband kommt Kritik.



+++ 25. August 2021: GDL beendet 2. Bahnstreik 2021 +++ Der zweite Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) ist beendet. Die Deutsche Bahn verzeichnete insgesamt eine ruhige Betriebslage. Das Grundangebot laufe laut DB stabil. Im Fernverkehr waren rund 30 Prozent der Züge unterwegs. Im Regional- und S-Bahnverkehr liege das Angebot bei rund 40 Prozent.

+++ 20. August 2021: 48-stündiger Streik von 23. bis 25. August 2021 +++ Die GDL ruft erneut zum Bahnstreik aus. Die zweite Streikrunde bei der Deutschen Bahn 2021 soll im Personenverkehr vom 23. August 2021, 2 Uhr morgens, bis 25. August 2021 bis 2 Uhr morgens dauern. Im Güterverkehr soll der Streik bereits am 21. August 2021 ab 2 Uhr morgens beginnen.

+++ 17. August 2021: Lokführer demonstrieren vor DB Tower in Berlin: Am 17. August 2021 zeigt die GDL um in Berlin am Potsdamer Platz Flagge und demonstriert. „Gemeinsam mit dem gerade abgeschlossenen Arbeitskampf sollte das Bahnmanagement diese Aktion sehr ernst nehmen und sich von seiner Eskalation- und Täuschungsstrategie schnellstmöglich verabschieden. Statt Nebelkerzen zu werfen, gilt es ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch zu legen,“ so Weselsky. „Die Wut der Eisenbahner über dieses Management wächst stündlich.“

+++ 13. August 2021: GDL beendet Bahnstreik: Der 48-stündige Bahnstreik der GDL ist beendet. Am Mittwoch rollten 200 Fernzüge mit rund 100.000 Passagieren auf den Hauptachsen durch das Land; am Donnerstag konnten zehn Prozent mehr Ersatzzüge mit zusätzlichen 15.000 Sitzplätzen angeboten werden. Im Nahverkehr lag das Angebot an beiden Tagen bei rund 40 Prozent des normalen Fahrplans; allerdings mit großen regionalen Unterschieden.

+++ 11. August 2021: Streik legt Personenverkehr weitgehend lahm +++ Der Streik der GDL sorgt bundesweit für Zugausfälle und Verspätungen; nur rund jeder vierte Zug verkehrt im Fernverkehr. Nach Angaben der Bahn konnten die Ersatzfahrpläne jedoch „stabil“ umgesetzt werden. Kommende Woche will die GDL über weitere Streiks entscheiden.

+++ 10. August 2021: DB kritisiert GDL-Streik als unnötig: Die Deutsche Bahn kritisiert die vom GDL-Chef heute angekündigten kurzfristigen Streiks im Bahnverkehr als unnötig und völlig überzogen. „Die GDL-Spitze eskaliert zur Unzeit. Gerade in einem systemrelevanten Bereich wie der Mobilität gilt es jetzt, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und nicht unsere Kunden zu belasten“, erklärt DB-Personalvorstand Martin Seiler. GDL-Chef Claus Weselsky hatte zuvor mitgeteilt, dass er ab heute Abend zu einem mehrtägigen Streik im Güter- und Personenverkehr aufruft. Die DB bedauert mögliche Einschränkungen für ihre Kunden und kritisiert, dass die GDL entgegen der Ankündigung, den Kunden ausreichend Vorlauf zu lassen, nun sehr kurzfristig zu Streiks aufgerufen hat.

+++ 10. August 2021: 95% der GDL-Mitglieder stimmen für bundesweiten Bahnstreik +++ GDL-Vorsitzender Weselsky hat das Ergebnis der Urabstimmung bekanntgegeben: 95 Prozent der teilnehmenden GDL-Mitglieder stimmten demnach für einen Bahnstreik. Der Bahnstreik beginnt im bundesweiten Personenverkehr bereits am Mittwoch, 11. August ab 2 Uhr morgens und soll bis Freitag. 13. August um 2 Uhr morgens enden – ein 48-stündiger Streik im Personenverkehr ist demnach also geplant.

+++ 9. August 2021: GDL-Urabstimmung über Streik endet +++ An diesem Montag endet die Urabstimmung, in der die Mitglieder über den Arbeitskampf entscheiden. Am Dienstag will GDL-Chef Claus Weselsky das Ergebnis präsentieren. Er rechnet mit einer Zustimmung von mehr als 90 Prozent. Offen ist noch, wann es zum Streik kommen könnte.

+++ 8. August 2021: Verkehrsminister Scheuer ruft zur Besonnenheit auf +++ Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat die Tarifparteien angesichts drohender Streiks bei der Deutschen Bahn zur Besonnenheit aufgerufen. Die Bahn bietet der Gewerkschaft GDL an, die Tarifverhandlungen fortzusetzen. „Gerade jetzt brauchen wir ein Miteinander“, sagte Scheuer der „Welt am Sonntag“ („WamS“). Die Corona-Zeit habe die Bahn „hart getroffen“, betonte er.

+++ 3. August 2021: GDL wirft DB Tricks und Täuschungen vor +++  „Die Mitarbeiter sind wütend und frustriert“, begründete Weselsky in der Bild am Sonntag seine Prognose eines klaren Votums für einen Arbeitskampf. „Gemessen an der Stimmung in der Belegschaft könnte der Streik gar nicht lange genug dauern“, sagte Weselsky weiter. „Die DB hat bisher kein Interesse an einer gütlichen Lösung und verfolgt stattdessen die altbekannte Taktik Tarnen, Tricksen, Täuschen“, warf er dem Unternehmen vor.

Bahn-Streik 2021 – aktueller Fahrplan & Infos

Ersatz-Fahrplan für DB Bahnstreik 2021

Die Deutsche Bahn reagiert auf den angekündigten Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) mit einem Ersatzfahrplan für den Fern- und Nahverkehr. Im Fernverkehr wird das bundesweite Angebot auf rund ein Viertel reduziert. Priorität haben die besonders stark genutzten Verbindungen, so zwischen Berlin und der Rhein-/Ruhr-Region, zwischen Hamburg und Frankfurt (Main) sowie die Anbindung wichtiger Bahnhöfe und Flughäfen. Ziel ist es, während des Streiks auf ausgewählten Hauptachsen ein zweistündliches Angebot zuverlässig aufrechtzuerhalten. Dabei setzt die DB Züge mit der größtmöglichen Sitzplatzkapazität ein, unter anderem XXL-ICE mit 918 Sitzplätzen.

Trotz des Ersatzfahrplans kann die DB nicht garantieren, dass alle Reisenden wie gewünscht an ihr Ziel kommen. Die DB bittet Fahrgäste, die nicht zwingend fahren müssen, ihre Reise, sofern es möglich ist, zu verschieben. In den Zügen stehen ab sofort alle Sitzplätze zur Reservierung zur Verfügung. Für den Regional- und S-Bahnverkehr gibt es ebenfalls Ersatzfahrpläne. Es geht in den Metropolregionen und im ländlichen Raum darum, ein Grundangebot für Schüler, Berufspendler sowie wichtige Zubringer zu Fernverkehrszügen oder Flughäfen beizubehalten. Die Anzahl der angebotenen Züge wird je nach Region stark schwanken.

Welche Züge verkehren und wo es zu Ausfällen kommt, ist im Ersatzfahrplan in der Fahrplanauskunft auf bahn.de abrufbar:

Ersatz-Fahrplan zum Bahn-Streik 2021

Kulanz und Ticket-Erstattung bei Bahnstreik 2021

Alle bereits gebuchten Fahrkarten des Fernverkehrs für Strecken, die vom 2. bis einschließlich 7. September vom GDL-Streik betroffen sind, behalten ihre Gültigkeit. Tickets können bereits zwischen dem 30. August und einschließlich 17. September flexibel genutzt werden. Damit beträgt der Zeitraum für flexibles Reisen insgesamt 19 Tage .Bei Sparpreisen und Super Sparpreisen ist die Zugbindung aufgehoben. Für die Weiterfahrt können auch andere Züge genutzt werden, dies gilt auch für Züge des Nahverkehrs (RE, RB, IRE und S-Bahn). Zudem gelten erneut umfangreiche Kulanzmaßnahmen, Fahrkarten können alternativ kostenfrei erstattet werden.

Alle bereits gebuchten Fahrkarten des Fernverkehrs für Strecken, die vom 23.08.2021 bis einschließlich 25.08.2021 vom GDL-Streik betroffen waren, behalten ihre Gültigkeit und können ebenfalls noch bis einschließlich 17.09.2021 flexibel genutzt werden. Sitzplatzreservierungen können kostenfrei umgetauscht werden. Wenden Sie sich hierfür bitte an Ihre DB Verkaufsstelle. Die Fahrradmitnahme ist in den verkehrenden Fernverkehrszügen nur möglich, wenn dort bereits ein Stellplatz reserviert ist. Als Service für jene Fernverkehrsreisende mit gebuchtem Stellplatz, deren Zug streikbedingt ausfällt, bietet die DB einen kostenlosen Fahrradversand per DB Gepäckservice.

Zudem können Fahrkarten kostenfrei erstattet werden – hier geht’s zum DB-Erstattungsformular:

Jetzt Ticket erstatten lassen

Fahrgastrechte beim Bahnstreik 2021

Die allgemeinen Bahn-Fahrgastrechte gelten auch bei einem DB Streik – und lauten wie folgt:

  • Ab 20 Minuten Verspätung kann ein anderer Zug als der gebuchte genutzt werden, die Zugbindung ist aufgehoben. Reisende können in diesem Fall in der Bahnauskunft schauen, welches die nächste erreichbare Zugverbindung in Richtung des Ziels ist und in jeden Zug einsteigen. Dies gilt vor allem für den Flexpreis Bahn oder DB Tickets aus dem DB Sparpreisfinder, also den Sparpreis und den Super Sparpreis. Wer ein reines Nahverkehrsticket hat, kann in diesem Fall auch ICE und IC gegen Zahlung der Differenz nutzen.
  • Ab 60 Minuten Verspätung laut Fahrplan erhalten Fahrgäste eine Entschädigung von 25 Prozent des Fahrpreises
  • Ab 120 Minuten Verspätung beträgt die Erstattung 50 Prozent.

Weitere Sonderfälle:

  • Bei Fahrkarten für Hin- und Rückfahrt, die auf einer Fahrkarte abgebildet sind, wird die Entschädigung ab 60 Minuten bzw. ab 120 Minuten Verspätung auf der Grundlage des halben entrichteten Fahrpreises berechnet.
  • Zeitkarten werden pauschal je Verspätung ab 60 Minuten entschädigt: Wer etwa eine BahnCard 100 besitzt, erhält ab 60 Minuten Verspätung laut Fahrplan pauschal 10 Euro. Bei Regio-Angeboten wie Ländertickets, oder Quer-durchs-Land-Tickets gibt es ab 60 Minuten Verspätung 1,50 Euro für ein Ticket der 2. Klasse zurück, in der 1. Klasse sind es 2,25 Euro.

Ihr Zug hatte Verspätung oder ist ausgefallen? Dann können Sie Ihre Fahrgastrechte online geltend machen – und sich bei Verspätungen, Zugausfällen oder zusätzlichen Taxi- und Hotelkosten schnell & einfach bei unserem Partner refundrebel.com bis zu 100% vom gezahlten Fahrpreis erstatten lassen:

Jetzt Entschädigung prüfen

Mit Online-Anbieter wie Refund-Rebel, Zug-Erstattung, Robin-Zug oder Bahn-Buddy gibt es jetzt eine einfache Möglichkeit, sich die Ticket-Kosten und Zusatzaufwendungen schnell erstatten zu lassen. Dabei versprechen die Anbieter, dass sie den Anspruch online innerhalb von 45 Sekunden prüfen.

Darum geht’s beim DB-Tarifkonflikt 2021

Die Lokführergewerkschaft GDL ruft zum Bahnstreik 2021 auf; der DB Personenverkehr soll von Mittwoch, 11. August ab 2 Uhr morgens bis Freitag, 13. August, bis 2 Uhr morgens andauern. Im Güterverkehr bei DB Cargo beginnt bereits am Dienstagabend, 10. August 2021, ab 19 Uhr. Die GDL fordert einen fairen Tarifabschluss für das direkte Personal bei der Deutschen Bahn, der sich am öffentlichen Dienst orientiert mit einem Entgeltplus von 1,4 Prozent zum 1. April 2021, mindestens aber 50 Euro mehr, sowie einer Corona-Beilhilfe von 600 Euro im Jahr 2021. Zum 1. April 2022 muss dann eine weitere lineare Erhöhung von 1,8 Prozent erfolgen. GDL-Chef Weselsky: „Wir vertrauen auf unsere starken Mitglieder und auf ihre Solidarität und wir wurden bisher noch nie enttäuscht. Außerdem haben wir viel Erfahrung mit schwierigen Arbeitgebern und komplizierten Tarifkonflikten. Wir sind für den Tarifkonflikt mit der DB bestens gerüstet.“

Während die GDL ihre Entgeltforderungen an den Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes anpasste, will die DB den „Notlagen-Tarifvertrag für die Beschäftigten an Flughäfen“ für die Tarifverhandlungen zugrunde legen. Die GDL ist darüber sauer: „Dass die Flugzeuge im Gegensatz zu den Zügen standen, spielte für die DB wohl keine Rolle. Gleichzeitig sollen die Betriebsrenten gekürzt und die Freizeitplanung beeinträchtigt werden. Auf ein verbessertes Angebot wartet die GDL bis heute vergebens.“

Der GDL stehe somit eine harte Auseinandersetzung bevor. „Das direkte Personal im systemrelevanten Eisenbahnsystem in Deutschland hat Anerkennung für seine hervorragende Leistung verdient. Es hat selbst in der größten Corona-Pandemie den Verkehr rund um die Uhr sicher und zuverlässig aufrechterhalten, und zwar ohne die Boni, die die Führungskräfte der Teppichetage oder im Homeoffice bekommen haben“, so Weselsky und er verspricht: „Wir werden unsere Eisenbahnerinnen und Eisenbahner nicht mit Minusrunden abspeisen lassen und deshalb greifen wir zum letzten Mittel, dem Arbeitskampf.“

DB legt Notlagen-Tarifvertrag von Flughäfen an: Der „Notlagen-Tarifvertrag“ für die Beschäftigten an Flughäfen“ bedeutet eine komplette Nullrunde für das Jahr 2021, ab 1. Oktober 2022 gibt es ein Plus von 1,4 Prozent, ab 1. April 2023 weitere 1,8 Prozent mit einer Laufzeit von 40 Monaten sowie eine Corona-Beihilfe von 600 Euro. Die DB verlangt zudem eine höhere Flexibilität der Angestellten und die spätere Bekanntgabe von Planungsschritten.

GDL will Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes: Die GDL hat ihre Forderungen auf den Abschluss des Tarifvertrags des öffentlichen Dienstes abgestellt. Der Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes besteht in einem Entgeltplus von 1,4 Prozent zum 1. April 2021, mindestens aber 50 Euro mehr, sowie einer Corona-Beilhilfe von 600 Euro im Jahr 2021. Zum 1. April 2022 müsse dann eine weitere lineare Erhöhung von 1,8 Prozent erfolgen. Unabdingbar sei die Fortsetzung der betrieblichen Altersversorgung.

Bahnstreik: Rückblick auf Tarifkonflikte

Der letzte Tarifkonflikt ist schon eine Weile her – im Jahr 2018 legten GDL und auch EVG den Bahnverkehr bundesweit lahm. Der Hintergrund damals: Die Tarifverträge mit den Gewerkschaften Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) aus der Tarifrunde 2016/17 liefen zum 30.9.2018 aus. Verhandelt wird in erster Linie für rund 154.000 Mitarbeiter in Deutschland. Betroffen sind insbesondere die DB-Gesellschaften der Eisenbahn in Deutschland, d.h. in den Bereichen Infrastruktur, Transport und Dienstleistungen, aber auch Tochter-Gesellschaften wie z.B. DB Systel, DB Services oder DB Sicherheit. In den Tarifbereich der EVG fallen ca. 99.000 Mitarbeiter.

EVG-Forderungen an die DB

  • Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG hat von der Bahn ursprünglich 7,5 Prozent mehr Gehalt gefordert.
  • Die Bahn hat zuletzt 5,1 Prozent in zwei Stufen und eine Einmalzahlung von 500 Euro angeboten.
  • Inzwischen fordert die EVG insgesamt 3,5 Prozent mehr Gehalt zum 1. März 2019 sowie eine Laufzeit des Tarifvertrags von 24 Monaten.
  • Die DB wollte zuletzt 2,5 Prozent mehr Gehalt sowie eine Vertragslaufzeit von 29 Monaten bieten.

GDL-Forderungen an die DB

  • Die GDL fordert eine Entgelterhöhung von 7,5 Prozent.
  • Gleichzeitig müssen die Zulagen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit deutlich erhöht werden.
  • Die Nachtarbeitszulage soll 25, die Sonntagszulage 35 und die Feiertagszulage 50 Prozent des Stundenlohns betragen, was einer Steigerung von rund zwei Prozent entspricht.
  • Die Zulage für Überstunden soll künftig 25 Prozent des individuellen Stundenlohns betragen und muss monatlich statt jährlich gezahlt werden.
  • Darüber hinaus fordert die GDL bessere Arbeitszeitregelungen.

„Diese Tarifrunde steht unter dem Motto ‚Mehrwert durch Wertschätzung‘ und wir verlangen damit auch eine Verbesserung der Unternehmenskultur. Erstmals gehen wir in eine Tarifrunde und fordern feste Besetzungsnormen für die Züge des Fern- und Nahverkehrs. Dabei haben wir bewusst eine zweijährige Laufzeit vorgesehen, damit wir eine planbare, verlässliche Größe zur Grundlage haben. Die Mehrarbeit und die Nacht- und Wochenendschichten der Lokomotivführer und Zugbegleiter müssen besser honoriert werden, denn spezielle Arbeitsbedingungen erfordern auch Tarifnormen für Spezialisten. Daran führt kein Weg vorbei, denn das Zugpersonal arbeitet an 365 Tagen im 24-Stundenrhythmus rund um die Uhr. Es muss Schluss sein mit Kurzpausen, Ruhezeitverkürzung und Pausen auf dem Zug. Die Überbelastung muss reduziert werden. Sie führt im Endeffekt zu noch mehr Ausfall durch erhöhten Krankenstand oder Fahrdienstuntauglichkeit, den die verbleibenden Kollegen dann wieder schultern müssen.“ GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky

Bessere Planbarkeit von Arbeitszeit und Freizeit

Die individuellen Möglichkeiten, statt Vergütung mehr Urlaub zu wählen, sollen weiter ausgebaut werden. Zukünftig sollen die Arbeitnehmer weit mehr Optionen haben als bisher. Auch die Planung der Arbeitszeit soll weiter verbessert werden. Nachdem die GDL in der Tarifrunde 2016/2017 neue Regelungen zu einer verlässlichen Arbeitszeitplanung vereinbart hat, geht es nun um deren Ausbau.

„Verlässliche Planbarkeit von Arbeitszeit und Freizeit wird immer wichtiger. Auch die Mitarbeiter des Zugpersonals sollen trotz unregelmäßiger Schicht- und Wechselarbeit am sozialen Leben teilnehmen können und mehr Zeit für ihre Familien und ihre persönlichen Interessen haben. Ansonsten müssen wir noch ewig neue Leute suchen“, so der GDL-Bundesvorsitzende. Insgesamt hat die GDL 38 Forderungen gestellt.

+++ 4. Januar 2019: Tarifeinigung mit GDL steht – weitere Bahnstreiks abgewendet +++ DB und GDL haben in der siebten Verhandlungsrunde eine Einigung erzielt. Damit ist die aktuelle Tarifrunde bei der Deutschen Bahn beendet. Das Gesamtpaket umfasst u.a. Lohnerhöhungen von insgesamt 6,1 Prozent über eine Laufzeit von 29 Monaten, deutliche Verbesserungen bei Arbeitszeiten und höhere Zulagen. Außerdem verabredeten DB und GDL eine Imagekampagne für Bahnberufe. „Das neue Jahr beginnt für die Deutsche Bahn mit einer guten Nachricht für Kunden, Mitarbeiter und Unternehmen. Die Einigung mit der GDL ist insgesamt eine starke Wertschätzung der Leistung unserer Beschäftigten,“ erklärte DB Personalvorstand Martin Seiler. Gleichzeitig gebe die lange Laufzeit unternehmerische Planungssicherheit. „Jetzt heißt es: Volle Kraft auf unser Ziel, für unsere Kunden besser zu werden“, so Seiler weiter.

Die Einigung mit der GDL sieht u.a. vor, die Löhne in zwei Stufen um insgesamt 6,1 Prozent zu erhöhen – zum 1. Juli 2019 um 3,5 Prozent und zum 1. Juli 2020 um weitere 2,6 Prozent. Außerdem erhalten die Beschäftigten im Februar 2019 eine Einmalzahlung in Höhe von 1.000 Euro (460 Euro für Auszubildende und Dual Studierende). Zum 1. Januar 2021 erhalten die Beschäftigten anstelle der zweiten Stufe der Lohnerhöhung weitere Wahlmöglichkeiten (mehr Urlaub oder mehr Freizeit). DB und GDL haben zudem Verbesserungen bei Arbeitszeitregelungen vereinbart, die Mitarbeitern mehr Entlastung bringen: Die Jahresarbeitszeit wird für die Einzelnen transparenter, Pausenregelungen werden optimiert. Die Zulagen für Arbeit in der Nacht, an Sonn- und Feiertagen werden zum Januar 2020 erhöht.

Und so lief der Tarifkonflikt ab:

+++ 15. Dezember 2018: Tarifeinigung mit EVG steht +++ Durchbruch in der Tarifrunde der Deutschen Bahn: DB und EVG haben sich auf einen weitreichenden Tarifabschluss verständigt. Mit dem Abschluss steigen die Löhne in zwei Stufen um 3,5 Prozent zum 1. Juli 2019, danach um 2,6 Prozent zum 1. Juli 2020. Außerdem wird von Oktober 2018 bis Juni 2019 eine Einmalzahlung von 1.000 Euro gezahlt. Zum 1. Januar 2021 erhalten die Beschäftigten erneut die Möglichkeit, anstelle der zweiten Stufe mehr Freizeit bzw. Urlaub zu wählen. Die Tarifverträge gelten rückwirkend vom 1. Oktober 2018 bis 28. Februar 2021 und haben damit eine Laufzeit von 29 Monaten. Das Gesamtpaket umfasst außerdem deutliche Verbesserungen für Nachwuchskräfte sowie neue innovative Wahlmöglichkeiten. So können DB-Mitarbeiter künftig wählen, Überstunden in betriebliche Altersvorsorge umzuwandeln. Gleichzeitig haben beide Seiten vereinbart, die Tariflandschaft im DB-Konzern grundlegend zu modernisieren.

+++ 13. Dezember 2018: Einigung vertakt: GDL und EVG verhandeln weiter mit der Bahn +++ Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn zeichnet sich keine rasche Lösung ab. Die Deutsche Bahn legte ein neues Angebot an die Gewerkschaften vor und wollte so Bewegung in die schwierigen Verhandlungen bringen. Welche Zugeständnisse es enthält, blieb zunächst offen. Am Mittwoch, 11. Dezember 2018, hatte die GDL die Tarifverhandlungen zunächst für gescheitert erklärt. Eine schnelle Lösung ist also weiterhin nicht in sicht, neue Streiks sind allerdings auch nicht geplant.

+++ 10. Dezember 2018: Nach Streikende: Weiter Auswirkungen auf den Bahnverkehr +++ Nach Ende des Streiks läuft der Bahnverkehr seit 09.00 Uhr nach und nach wieder an. Allerdings muss noch während des gesamten Tages mit Einschränkungen im Fernverkehr gerechnet werden. Auch die Auswirkungen im Regionalverkehr, insbesondere in den stark betroffenen Regionen wie Bayern und Nordrhein-Westfalen können sich noch den ganzen Tag hinziehen. Hintergrund: Wegen der Streikaktivitäten konnten Züge in den Instandhaltungswerken nicht planmäßig gewartet werden, Züge und Personal sind in vielen Fällen nicht an den vorgesehenen Einsatzorten.

Besonders ärgerlich aus Sicht der DB: Durch den Warnstreik ist auch die durchgängige Information der Kunden in den Bahnhöfen nicht immer möglich. Vom Streik betroffen sind auch die Informationssysteme auf bahn.de/aktuell und im DB-Navigator.

Die Deutsche Bahn ist weiterhin jederzeit bereit, die Tarifverhandlungen mit der EVG fortzusetzen und zügig zu Ergebnissen in der Tarifrunde zu kommen. Eine DB-Sprecherin: „Wer verhandelt, muss bereit sein, sich auf den Anderen zuzubewegen. Die DB hat die EVG zur Fortsetzung der Verhandlung am heutigen Nachmittag aufgefordert. Nicht die DB hat den Verhandlungstisch am Samstag verlassen und zu Warnstreiks aufgerufen.“

+++ 10. Dezember 2018: EVG-Warnstreik: Fernverkehr bundesweit eingestellt – Regionalverkehr bundesweit massiv gestört +++ Der Warnstreik der EVG hat dazu geführt, dass der Fernverkehr vorübergehend bundesweit eingestellt wurde. Auch der Regionalverkehr ist durch den Warnstreik in allen Regionen bundesweit massiv betroffen. Die S-Bahnen in München, Frankfurt am Main und Berlin fahren nur noch vereinzelt.

Die DB hat für Spar- und Supersparpreis-Tickets die Zugbindung aufgehoben. Alle Tickets behalten ihre Gültigkeit bis Sonntag, 16. Dezember. Die DB empfiehlt Kunden im Fernverkehr, die flexibel reisen können, auf den morgigen Tag auszuweichen. Die DB erstattet Tickets und Reservierungen kostenlos, wenn streikbedingt die Reise nicht wie geplant möglich ist.

+++ 9. Dezember 2018: EVG künftig bundesweiten Bahnstreik am 10. Dezember an +++ Die von einem Sprecher der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters für Montagfrüh, 5 bis 9 Uhr, angekündigten Warnstreiks werden den Zugverkehr voraussichtlich bundesweit stark beinträchtigen. Mit Störungen ist auch nach dem Ende der Warnstreiks über Stunden zu rechnen. Die Deutsche Bahn setzt alles daran, die Auswirkungen der Warnstreiks auf ihre Kunden so gering wie möglich zu halten. Das DB Personal für die Betreuung der Reisenden in den Bahnhöfen und bei der telefonischen Auskunft wird verstärkt. Die DB schaltet außerdem so schnell wie möglich eine kostenlose Sonderhotline, um Kunden zu informieren.

Die DB bedauert, dass die Reisenden, darunter viele Arbeitnehmer, in der Adventszeit möglicherweise mehr Zeit und Geduld aufbringen müssen, um an ihr Ziel zu kommen. Dieser Arbeitskampf ist überflüssig, denn die Angebote der DB waren attraktiv und haben die Kernforderungen erfüllt. Lösungen findet man nur am Verhandlungstisch. Daher hat die Bahn die EVG heute aufgefordert, unverzüglich die Streiks auszusetzen und weiter zu verhandeln.

+++ 8. Dezember 2018: EVG kündigt aktuell Bahnstreik 2018 an +++ „Warnstreiks werden nun die Folge sein“, sagte Bundesgeschäftsführer Torsten Westphal. Reisende müssten schon zu Beginn der kommenden Woche mit erheblichen Zugausfällen rechnen. „Wir kehren an Verhandlungstisch zurück, wenn die DB AG deutlich macht, ernsthaft mit uns verhandeln zu wollen. Die jetzt angekündigten Warnstreiks werden aber nicht mehr zu verhindern sein, unsere Mitglieder sind hochmotiviert,“, so Torsten Westphal.

„Wir haben mehrfach deutlich gemacht, dass es in der vierten Verhandlungsrunde zu einer Entscheidung kommen muss. Insofern waren wir überrascht, dass sich der Arbeitgeber jetzt vertagen und erst am nächsten Dienstag weiterverhandeln wollte. Das kam für uns nicht in Frage“, so die EVG-Verhandlungsführerin. „Zum 1. März 2019 wollte die DB AG nur 2,5 Prozent statt der von uns geforderten 3,5 Prozent mehr bezahlen, zudem sei die Laufzeit von 24 auf 29 Monate verlängert worden, das ist für uns kein abschlussfähiges Angebot. Die Laufzeit ist zu lang, die Prozente sind daran gemesssen zu niedrig“, stellte Regina Rusch-Ziemba fest.

„Nachdem wir jetzt in Hannover an drei Tagen insgesamt mehr als 40 Stunden ergebnislos verhandelt haben, brechen wir die Verhandlungen ab, denn am Verhandlungstisch ist derzeit offensichtlich kein Abschluss möglich“, fasste die EVG-Verhandlungsführerin zusammen.

+++ 8. Dezember 2018: EVG bricht Tarifverhandlungen ab, Bahnstreik 2018 aktuell möglich +++ Als „völlig überflüssige Eskalation“ hat die Deutsche Bahn den Abbruch der Verhandlungen durch die EVG kritisiert. „Bei diesem Angebot den Verhandlungstisch zu verlassen, ist nicht nachvollziehbar und verunsichert völlig unnötig unsere Kunden mitten in der Weihnachtszeit“, erklärte DB-Personalvorstand Martin Seiler nach einer intensiven fast dreitägigen Runde. Seiler verwies darauf, dass die DB alle EVG-Forderungen inklusive der Kernforderungen erfüllt habe. Der Vorstand forderte die EVG auf, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Zum DB-Angebot gehörten eine Entgelterhöhung in Höhe von insgesamt 5,1 Prozent in zwei Stufen und eine Einmalzahlung in Höhe von 500 Euro. Anstelle der zweiten Stufe sollte den Mitarbeitern erneut die Möglichkeit eröffnet werden, mehr Freizeit zu wählen. Außerdem war vorgesehen, dass der Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen Altersvorsorge um 1,1 Prozent steigt und die Reisezeit bei Firmenreisen vergütet wird. Auch für Nachwuchskräfte hatten beide Seiten sich bereits auf eine Vielzahl von Verbesserungen verständigt.

+++ 8. Dezember 2018: Tarifverhandlungen mit der GDL einvernehmlich vertagt +++ Die Tarifverhandlungen zwischen Deutscher Bahn (DB) und Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sind am Samstagmittag einvernehmlich auf nächste Woche vertagt worden. Die DB legte zahlreiche Angebot vor, noch wurde jedoch keine endgültige Einigung erreicht. „Wir sind auf einem guten Weg und kurz vor dem Ziel“, so DB Personalvorstand Martin Seiler nach den fast dreitägigen intensiven Verhandlungen in Hannover.

Er sei zuversichtlich, dass man noch vor dem dritten Advent den Sack zumachen und am Verhandlungstisch einen Abschluss erreichen könne. Seiler: „Einige wenige Punkte sind noch offen, aber die sind lösbar, wenn wir unseren konstruktiven Arbeitsmodus beibehalten.“ Zuvor erzielten die Tarifpartner bei Kernforderungen wichtige Teileinigungen, unter anderem bei den Themen Arbeitszeit und Zulagen. Die Verhandlungen werden am Dienstag, 11. Dezember, in Eisenach fortgesetzt.

+++ 4. Oktober 2018: Teileinigungen mit GDL +++ Mit Teileinigungen bei Kernforderungen der Gewerkschaft ist die vierte Verhandlungsrunde zwischen Deutscher Bahn (DB) und Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) in Berlin in der Nacht zu Ende gegangen.

Im Anschluss an die fünfzehnstündigen intensiven Verhandlungen sagte DB Personalvorstand Martin Seiler: „Nach zähem Ringen konnten wir ordentliche Kompromisse finden. Bei zentralen Themen wie Kurzpausen und Pausen auf dem Zug haben wir uns nun grundsätzlich verständigt. Unter dem Strich sind wir heute ein gutes Stück vorangekommen.“

Insbesondere ging es um Verbesserungen bei Arbeitszeitfragen. Annäherungen gab es außerdem beim Thema Zulagen. Am Ende komme es auf die Bewertung des Gesamtpakets an, so Seiler.

Die nächsten Verhandlungen finden am 6. und 7. Dezember in Hannover statt. Für diese Sitzung hat die DB ein Gesamtangebot angekündigt.

Rückblick: Bahnstreik 2014/2015

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat den bisher längsten Bahnstreik vom 4. bis 10. Mai 2015 ausgefochten. Im Personenverkehr wurde 127 Stunden gestreikt, im Güterverkehr waren es sogar 138 Stunden. Bereits im Jahr 2014 kam es zu Streiks.

  • 1. September 2014 (1. Warnstreik): 3 Stunden Streik im Personenverkehr
  • 6. September 2014 (2. Warnstreik): 3 Stunden Streik im Personenverkehr
  • 7./8. Oktober 2014 (1. Streik): 9 Stunden Streik im Personenverkehr
  • 15./16. Oktober 2014 (2. Streik): 14 Stunden Streik im Personenverkehr
  • 17.-20. Oktober (3. Streik): 50 Stunden Streik im Personenverkehr
  • 6.-8. November 2014 (4. Streik): 64 Stunden Streik im Personenverkehr
  • 21.-23. April 2015 (5. Streik): 43 Stunden Streik im Personenverkehr
  • 4.-10. Mai 2015 (6. Streik): 127 Stunden Streik im Personenverkehr

Zentrale Ergebnisse der Verhandlungen waren Einkommenserhöhungen und eine Verkürzung der Arbeitszeit. Die Entgelte stiegen bereits zum 1. Juli 2016 um 3,5 Prozent und am 1. Mai 2017 um weitere 1,6 Prozent. Hinzu kam eine Einmalzahlung von 350 Euro. 2018 sank laut GDL-Chef Claus Weselsky die wöchentliche Arbeitszeit des Zugpersonals um eine Stunde auf 38 Stunden. Zudem gab es Regelungen zur Altersteilzeit und zu Überstunden sowie Neueinstellungen.


Noch Fragen oder Anmerkungen? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar - einfach nach unten scrollen! Für weitere Bahn-News können Sie unseren Newsletter abonnieren und bahndampf.de auf Facebook folgen.

Weitere Themen

© bahndampf.de 2015 -

Die BAHNPOST kommt!

News zu Bahnreisen & Bahntickets
kostenlos in unserem Newsletter:

Sie haben sich erfolgreich für die Bahnpost angemeldet. Bitte schauen Sie in Ihrem Postfach nach unserer Bestätigungsmail.

Ups, hier ging wohl etwas schief.