Die Wuppertaler Schwebebahn ist eines der wichtigsten Verkehrsmittel der Stadt Wuppertal und eine Touristenattraktion zugleich. Die Bezeichnung Schwebebahn ist dabei nicht ganz korrekt, denn die Bahn hat durchaus Kontakt zum Gerüst darüber. Wer Wuppertal ganz bequem aus der Höhe erkunden und bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten aussteigen will, liegt hier richtig.

Schwebebahn Wuppertal über WasserDie Schwebebahn gilt als wichtiges Denkmal der Technikgeschichte und der Industrialisierung und ist weltweit in dieser Art einmalig. Das echte Wahrzeichen der Stadt! Während der vergangenen 120 Jahre zählte die Schwebebahn mehr als 1,5 Milliarden Fahrgäste. Aktuell steht die Wuppertaler Schwebebahn nach einem Unfall vom November 2018 still, als eine 350 Meter lange Stromschiene auf die Straße krachte und beinahe einen Cabrio-Fahrer erwischte. Erst am 1. August 2019 soll die Schwebebahn ihren normalen Betrieb wieder aufnehmen.

Bahn und Hotel Städtereisen

Bitte wählen Sie für detaillierte Informationen über die Wuppertaler Schwebebahn und über Preise, Fahrplan, Stationen, Sehenswürdigkeiten in Wuppertal und zur Geschichte der Schwebebahn den gewünschten Abschnitt im Inhaltsverzeichnis an.

Kurzinfo: Wuppertaler Schwebebahn

OrtWuppertal
Preise2,80 Euro (1 Erwachsener, Sommer + Winter)
Öffnungszeitenrund um die Uhr
Höhenunterschied37,8 Meter (tiefster Punkt: Sonnborner Kreuz ca. 142 Meter, höchster Punkt: Vohwinkel ca. 180 Meter)
Offizielle WebsiteWebsite der Wuppertaler Schwebebahn

Streckenverlauf

Die Schwebebahn lässt sich mit Bus, Zug und Auto gut erreichen. Sie fährt insgesamt eine Strecke von 13,3 Kilometern und hält an 20 Stationen. Gegenwärtig fahren Sie mit den Wagen der Generation 15, die durch Ihr Himmelblau leicht erkennbar sind. Deren große Panoramafenster sind ganz auf den tollen Ausblick ausgerichtet.

Die einzelnen Stationen sind:

  • Vohwinkel
  • Bruch
  • Hammerstein
  • Sonnborner Straße
  • Zoo / Stadion (Zoologischer Garten)
  • Varresbecker Straße
  • Westende
  • Pestalozzistraße
  • Robert-Daum-Platz
  • Ohligsmühle (Historische Stadthalle)
  • Hauptbahnhof (Döppersberg)
  • Kluse
  • Landgericht
  • Völklinger Straße
  • Loher Brücke (Junior Uni)
  • Adlerbrücke (Opernhaus)
  • Alter Markt
  • Werther Brücke
  • Wupperfeld
  • Oberbarmen

Öffnungszeiten

Da die Schwebebahn nicht nur eine Touristen- und Freizeitattraktion, sondern eines der wichtigsten öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt überhaupt ist, hat sie keine stark reglementierten Öffnungszeiten. Auch unterschiedliche Fahrpläne zu den Jahreszeiten sind nicht üblich. Zu den Hauptverkehrszeiten verkehrt die Schwebebahn sehr häufig.
Wie häufig verkehrt die Wuppertaler Schwebebahn zu den Hauptverkehrszeiten?

Bahn und Hotel Städtereisen



Montags bis freitagsAlle 3 Minuten
SamstagsAlle 4 Minuten
Sonntags und feiertagsAlle 6 Minuten

Preise

Die Preise für die einfache Fahrt stellen sich wie folgt dar:

Erwachsene2,80 Euro
Kinder1,60 Euro

Darüber hinaus gibt es als besonderes Angebot die 24-Stunden-Tickets (Tagestickets) und die 48-Stunden-Tickets. Dieses kann für den jeweiligen Zeitraum von einer Person oder mehreren Personen genutzt werden. Kinder, die jünger sind als 6 Jahre, fahren umsonst mit. Sie dürfen mit diesen Fahrkarten auch den Bus nutzen.

24-Stunden-Ticket7,00 Euro / 3,30 Euro je mitgenommene Person
48-Stunden-Ticket13,30 Euro / 6,30 Euro je mitgenommene Person

Ebenfalls erhältlich ist das KombiTicket Zoo. Es gilt für einen Tag. So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe, denn es gilt als Fahrtkarte für beliebig viele Fahrten der Schwebebahn, im Bus und mit der Bahn in Wuppertal und Umgebung und als Eintrittskarte im Zoo.

Erwachsene14,50 Euro
Kinder7,00 Euro
Kleingruppe (1 Erwachsener + 3 Kinder)28,50 Euro
Größere Gruppe (2 Erwachsene + 3 Kinder)37,00 Euro

Es gibt auch Vergünstigungen für Senioren, Schüler, Azubis und ein Sozialticket.

Schwebebahn Wuppertal über Straße

Anfahrt und Adresse

Um mit der Schwebebahn zu fahren, muss man einfach nur an eine der Stationen reisen.

… mit dem Auto:

Aus nördlicher oder östlicher Richtung reist man über die A46 an, aus südlicher Richtung über die A3 und A46. Aus dem Westen erreicht man Wuppertal am besten über die E40, A44 und die A46.

… mit der Bahn:

Obwohl Wuppertal nicht zu den großen Metropolen zählt, ist es gut an der Fernverkehr angeschlossen. Vier ICE halten jeden Tag hier. Daher gibt es direkte Zugverbindungen aus Berlin, München, Hamburg, Frankfurt am Main oder Köln. Ferner halten 3 Intercity aus Gütersloh, Dortmund, Passau oder Leipzig.

Auch ist die Region gut durch den Nahverkehr erschlossen: Der Wupper-Express verbindet jede Stunde Wuppertal mit z. B. Aachen, Düsseldorf, Dortmund oder Mönchengladbach. Der Rhein-Münsterland-Express fährt auch im Stundentakt. Er bringt Passagiere aus z. B. Rheine, Hagen über Wuppertal nach Köln oder Krefeld. Der Mars-Wupper-Express, der ebenfalls alle 60 Minuten fährt, bringt Sie z. B. nach Hamm oder Neuss. Zu guter Letzt gibt es noch die Rhein-Wupper-Bahn, die oft jede halbe Stunde verkehrt. Sie fährt z. B. über Köln und Bonn, Leverkusen und Troisdorf. Wer aus Nordrhein-Westfalen anreist, kann das NRW-Ticket für die Bahnfahrt nutzen. Und wer in die Region für mehrere Tage reist, kann sich die Bahn und Hotel Städtereisen anschauen – zum Beispiel für Bahn und Hotel Düsseldorf sowie Bahn und Hotel Köln. Übrigens: Eine weitere „Bahn“-Attraktion in NRW ist die Seilbahn Köln, mit der Fahrgäste schnell über den Rhein zum zoo Köln gelangen.

Adresse des Hauptbahnhofs Wuppertal fürs Navi:

Wuppertal Hbf
Döppersberg 37
42103 Wuppertal

Top-5-Sehenswürdigkeiten in Wuppertal

Bahn und Hotel Städtereisen

  1. Eine der wichtigsten Attraktionen in Wuppertal ist die Schwebebahn selbst, vor allem, wenn Sie eine Fahrt im berühmten Kaiserwagen wählen. Der Kaiserwagen ist ausschließlich für Touristen da. Fahrkarten bekommen Sie z. B. bei der Wuppertal Touristik. Achten Sie darauf, diese Fahrkarten früh genug zu reservieren, denn der Kaiserwagen ist oft ausgebucht. Eine vollständige Fahrt mit diesem edlen Wagen dauert ca. eine Stunde. Die Abfahrt ist in Wuppertal-Vohwinkel. Am anderen Ende (Oberbarmen), wendet die Bahn in der Kehre und fährt nach Vohwinkel zurück. Sie bekommen von einem Stadtführer oder einer Stadtführerin unterhaltsame Informationen über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Außerdem serviert man Ihnen Kaffee oder Kakao.
Schwebebahn Wuppertal - Kaiserwagen
Schwebebahn Wuppertal – Kaiserwagen

Die aktuellen Preise für die Fahrt mit dem Kaiserwagen der Wuppertaler Schwebebahn:

Wer?Preis
Erwachsene27,50 Euro
Kinder17,50 Euro
  1. Das Von der Heydt-Museum ist genau das Richtige für Kunstkenner und solche, die es werden wollen. Es ist das bekannteste Museum für bildende Kunst am Ort. Das Museum liegt in Elberfeld und bietet Ihnen 000 Kunstwerke und eine Dauerausstellung. Bestauen Sie z. B. niederländische Malerei oder die Kunst des 19. Jahrhunderts (Ernst Ludwig Kirchner, Franc Marc, Claude Monet, Francis Bacon, Pablo Picasso oder Otto Dix).
  2. Für Freunde der Botanik gibt es auch einen Botanischen Garten in Wuppertal. Er liegt auf ca. 195 bis 220 Metern über Normalnull und lässt sich prima mit dem Bus erreichen (Linie 643). Sehen Sie sich den Reichtum der Pflanzenwelt in tausenden Arten an, auch exotische Exemplare, die Sie vielleicht noch nicht kennen.
  3. Fußball-Fans aufgepasst: Die Perle an der Wupper bietet das größte Stadion des Bergischen Landes, nämlich das Stadion am Zoo. Sein Gründungsjahr war 1924. Es ist das Heimatstadion des Fußballvereins Wuppertaler SV. Haltestelle der Schwebebahn: Zoo / Stadion.
  4. Der Zoo erfreut nicht nur die Kleinen – auch die Erwachsenen geraten ins Staunen. Fast 000 Tiere und 500 Arten leben hier. Sie stammen aus allen Kontinenten. Dazu gehören u. a. Elefanten, Tapire, Vögel und Bären. Ein Highlight ist das 2017 neu eröffnete Gehege für Schneeleoparden. Der Zoo blickt seit 1881 auf eine reiche Tradition zurück. Seine Fläche beläuft sich auf 24 Hektar. Sie finden den Zoo als Haltestation der Schwebebahn (Zoo / Stadion). Der Zoo liegt am Boltenberg. Hier bekommen Sie einen Vorgeschmack auf den Besuch im Wuppertaler Zoo:

Als der Elefant aus der Schwebebahn sprang: Geschichte und Unfälle der Schwebebahn

Schon im frühen 19. Jahrhundert setzte in den Städten im heutigen Wuppertal die Industrialisierung ein, die bis Ende des Jahrhunderts ein Ballungsgebiet von rund 400.000 Menschen entstehen ließ. Dabei waren aber die Straßen für Kutschen ausgelegt. Wie also sollte man das erhöhte Verkehrsaufkommen aufnehmen? Wuppertal ist eine Bandstadt, d. h. sie hat eine längliche Form, die sich durch das Tal kleinerer Berge zieht. Daher bot es sich an, eine Bahn zu bauen, die sich von Nordosten nach Südwesten schlängelt. Es bestand aber das Problem, dass am Boden wenig Platz für neue Verkehrsmittel zu finden war. Daher entstand früh der Gedanke an eine Hochbahn, die platzsparend fahren und einfach die Luft durchqueren sollte.

  • Schon im Jahr 1887 gründeten jeweils die Städte Elberfeld und Barmen eine Kommission, die sich mit der Planung und dem Bau einer solchen Bahn beschäftigen sollte. Beide schlossen sich schnell zusammen. Im Jahr 1894 akzeptierte die Kommission das „System Langen“, das auf den Erfinder, Unternehmer und Ingenieur Eugen Langen zurückgeht.
  • Im Sommer 1898 begann der Bau der Wuppertaler Schwebebahn, am 05. Dezember und 04. März 1899 fanden Probefahrten statt. 1900 gaben sich Kaiser Wilhelm II. und seine Frau die Ehre, samt Gefolge eine Fahrt in der Wuppertaler Schwebebahn zu unternehmen.
  • Am 1. März 1901 wurde die erste Strecke (Kluse – Zoo) für Fahrgäste nach Fahrplan freigegeben, noch im selben Monat die Strecke Zoo – Vohwinkel. Der 20-millionste Fahrgast wurde im Jahr 1925 transportiert.
  • Zwei Bombenangriffe 1943 und Kriegshandlungen 1945 beschädigten die Wuppertaler Schwebebahn schwer. Zu Ostern 1946 konnte sie wieder vollständig verkehren. Das Jahr 1950 brachte eine neue Generation von Waggons.
  • Um für seinen Zirkus zu werben, ließ Franz Althoff am 21. Juli 1950 den Elefant Tuffi mit der Schwebebahn fahren. Doch dem Elefant wurde das Gedränge in der Gondel wohl zu viel – das Tier durchbrach die Wand des Schwebebahnwagens und stürzte zehn Meter tief in die Wupper. Das Tier blieb fast unverletzt, weil es zum Glück an einer schlammigen Stelle aufgeschlagen war.
  • Seit 1997 steht die Wuppertaler Schwebebahn unter Denkmalschutz.
  • 1999 passierte der bisher schwerste Unfall der Schwebebahn Wuppertal: Nach Arbeiten am Gerüst vergaßen Mitarbeiter einer Baufirma, ein Metallstück von den Schienen zu entfernen. Ein Zug entgleiste und zwei Wagen fielen bei dem Unfall in die Wupper. Dieser Unfall kostete 5 Menschen ihr Leben, 45 wurden verletzt.
  • Seit dem Jahr 2016 verkehren 5 Schwebebahnen eines neuen Typs, dem in der bayerischen Hauptstadt der internationale IF DESIGN AWARD 2017 verliehen wurde.
  • Im November 2018 stürzte eine 350 Meter lange Stromschiene herunter. Seit dem Unfall steht der Betrieb auf der Wuppertaler Schwebebahn still, vermutlich wird die Wiederaufnahme des Fahrbetriebs erst Mitte 2019 erfolgen können.

Immer wieder finden Festakte zu Jubiläen und andere Feiern statt, bei denen sich Wuppertaler und Zugereiste an die Geschichte der Wuppertaler Schwebebahn erinnern und sie hoch leben lassen.


Artikel hilfreich? Jetzt abstimmen:1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Bisher keine Bewertungen)
Loading...
Noch Fragen oder Anmerkungen? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar - einfach nach unten scrollen! Für weitere Bahn-News können Sie unseren Newsletter abonnieren und bahndampf.de auf Facebook folgen. Und wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, empfehlen Sie ihn doch einfach weiter:

Weitere Themen