Vom 1. Juni bis 31. August 2022 gibt’s ein ÖPNV-Monatsticket für nur 9 Euro pro Monat. Das Ticket ist eine „BahnCard 100 light“ und gilt bundesweit in Bus & Bahn sowie in allen Regionalzügen. Es wird drei Monate lang erhältlich sein. Wer bundesweit mit Bus und Bahn unterwegs sein will, zahlt nur 9 Euro pro Monat für alle Fahrten im Juni, Juli und August.  Abo-Kunden bekommen eine Gutschrift oder eine Erstattung für die Differenz zwischen ihrem Abo-Preis und dem 9-Euro-Ticket. Alle News und aktuellen Infos zum 9€-Ticket hier.

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Wohin soll’s denn im Sommer gehen? Wir haben Tipps für die schönsten Bahnstrecken mit dem 9-Euro-Ticket gesammelt. Auf der Suche nach weiteren Rabatt-Aktionen und günstigen Bahntickets? Infos über Bahn-Angebote und Tipps für günstige Bahntickets 2022 haben wir aktuell für Sie zusammengestellt. Für allgemeine Informationen zur DB Fahrplanauskunft oder eine Beratung zu DB Tickets nutzen Sie bitte unsere separaten Artikel. Für die gewünschten Informationen zum Bahn Gutschein klicken Sie bitte den gewünschten Themenabschnitt im Inhaltsverzeichnis an. Aktuelle News zum 9-Euro-ÖPNV-Ticket gibt’s im gewünschten Abschnitt:

9-Euro-Ticket 2022 – Kurzüberblick

Zeitraum für das 9€-Ticket
  • 1. Juni bis 31. August 2022
  • Buchung für einzelne Kalendermonate, personenbezogener Fahrschein
Gültigkeit des 9€-Tickets
  • „BahnCard 100 light“: bundesweite Flatrate für den gesamten ÖPNV inkl. aller Regionalzüge:
  • gültig in Linienbussen, Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen, Fähren (z.B. in Hamburg, Berlin)
  • ebenfalls bundesweit gültig in allen Regionalzügen in der 2. Klasse
  • einzige Ausnahme: 9-Euro-Ticket nicht gültig im ICE, IC, EC sowie im Flixtrain
Buchung des 9€-Tickets
  • digital: über bahn.de oder die App DB Navigator, Website besserweiter.de sowie die Websites & Apps der Verkehrsverbünde und regionalen Verkehrsunternehmen
  • stationär: Fahrkartenautomaten und Kundenzentren der Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde
Konditionen für Abo-Kunden
  • automatische Erstattung der Differenz zwischen Abo-Preis und dem 9-Euro-Ticket
  • Fahrberechtigung gilt ebenfalls bundesweit (in anderen Verkehrsverbünden / Regionalzügen ohne Extras wie z.B. Fahrrad-Mitnahme)
  • gilt auch für Inhaber eines Job-Tickets, Schüler-Tickets oder Semester-Tickets

Alle Fragen und Antworten zum 9-Euro-Monatsticket gibt es nachfolgend.

Wann gilt das 9-Euro-ÖPNV-Monatsticket?

Das 9-Euro-Ticket gilt vom 1. Juni 2022 bis 31. August. Demnach läuft die „9 für 90“-Aktion im gesamten Juni, Juli und August.

Dabei gelten die Monatstickets jeweils für einen Kalendermonat; egal, an welchem Tag im Monat man sich ein 9€-Ticket kauft. Es kann sich sogar lohnen, das 9€-Ticket am Ende eines Monats zu holen, weil sich das Angebot auch nur für eine Fahrt lohnt. Die 9€-Tickets gelten für Juni, Juli und August – also den Großteil der Sommerferien in Deutschland:

  • Gültigkeit 9€-Ticket Juni: 1. Juni bis 30. Juni 2022. Wichtige Feiertage / Brückentage in dieser Zeit: Pfingsten am 5. und 6. Juni 2022 sowie Fronleichnam am 16. Juni 2022; Sommerferien-Start in NRW am 27. Juni
  • Gültigkeit 9€-Ticket Juli: 1. Juli bis 31. Juli 2022:
    • Sommerferien-Start am 4. Juli in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Bremen
    • Sommerferien-Start am 4. Juli in Hamburg, Berlin, Brandenburg
    • Sommerferien-Start am 14. Juli: Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
    • Sommerferien-Start am 18. Juli in Sachsen, Thüringen
    • Sommerferien-Start am 25. Juli: Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen
    • Sommerferien-Start in Baden-Württemberg am 28. Juli
  • Gültigkeit 9€-Ticket August: 1. August bis 31. August 2022: Sommerferien-Beginn in Bayern am 1. August

Wo wann kann ich das 9-Euro-Ticket kaufen?

Jeder kann sich ein 9-Euro-Monatsticket über Website, App oder den stationären Handel buchen. Dies gilt vor allem für Neukunden, da bestehende Abo-Kunden nichts machen müssen, sondern den Rabatt für die drei Monate verrechnet bekommen zwischen ihren teureren Abos und dem Angebot. Das 9-Euro-Ticket ist personenbezogen und gilt nur für die beim Kauf angegebene Person. Bei der Deutschen Bahn ist das 9€-Ticket seit 23. Mai 2022 über bahn.de, die App DB Navigator, an den rund 5500 Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn und den mehr als 400 DB-Reisezentren in Bahnhöfen erhältlich.

Jetzt 9€-Ticket buchen

Weitere digitale Buchungsmöglichkeiten für das 9€-Ticket sind die Websites und Apps der Verkehrsverbünde und regionalen Verkehrsunternehmen. Schon jetzt haben viele Verkehrsunternehmen Informationen zur Buchung des 9€-Tickets auf ihren Websites:

  • In München wird das 9-Euro-Ticket in der App „MVG Fahrinfo München“ erhältlich sein.
  • In Hamburg wird das 9€-Ticket über die „HVV App“, die „HVV switch App“ und im HVV-Onlineshop erhältlich sein.
  • In Berlin wird das 9€-Ticket in der „BVG Fahrinfo-App“, „BVG Ticket-App“ oder über die die Mobilitäts-App „Jelbi“ erhältlich sein.
  • In Köln wird es das Ticket über die „KVB-App“ geben.
  • In Stuttgart ist die Buchung des 9€-Tickets über die „VVS-App“ möglich.
  • Auch über Aktions-Kampagne #BesserWeiter und die Website besserweiter.de des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ist eine Buchung ab Ende Mai möglich. Hier gibt’s weiterführende Informationen zum Neun-Euro-Ticket; ebenfalls soll es hier Möglichkeiten geben, das nächste Verkehrsunternehmen vor Ort oder den nächsten Verkehrsverbund zu finden.

Wer das 9-Euro-Ticket stationär kaufen möchte, kann dies an den Fahrkartenautomaten und Kundenzentren der Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde tun.

Wo gilt das 9€-Ticket?

Das 9€-Monatsticket ist als „BahnCard 100 light“ eine bundesweite Flatrate für den gesamten ÖPNV inkl. aller Regionalzüge in der 2. Klasse. Da es in allen Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünden gilt, kann hiermit auch der gesamte bundesweite Regionalverkehr der Deutschen Bahn sowie privater Bahn-Unternehmen wie Metronom, ODEG, Veolia etc. gelten. Damit würde das 9€-Ticket ähnlich wie das frühere Wochenendticket – bzw. dessen Nachfolger Quer-durchs-Land-Ticket gelten – allerdings nicht für 42 Euro pro Tag, sondern 9 Euro pro Monat.

Das 9€-Ticket gilt in:

  • Linienbussen
  • Straßenbahnen
  • U-Bahnen
  • S-Bahnen
  • Fähren (z.B. in Hamburg, Berlin)
  • Regionalbahnen 2. Klasse
  • Regionalexpress-Züge 2. Klasse
  • teils in touristischen Bahnen wie z.B. in Dampflok-Zügen wie dem Rasender Roland auf der Insel Rügen oder auf dem Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen; Ausnahme ist die Brockenbahn zwischen Drei Annen Hohne und Brocken.

Wo gilt das 9€-Ticket nicht?

  • Fahrt im Fernverkehr: Die Nutzung des Fernverkehrs der Deutschen Bahn sowie privater Fernverkehrsunternehmen wie Flixtrain ist mit dem 9€-Ticket nicht möglich. Das bedeutet: Das 9-Euro-Ticket gilt nicht im ICE, im IC, EC oder im ECE der Deutschen Bahn.
  • Fahrt ins Ausland: Teilweise verkehren in Deutschland Regionalzüge über Landesgrenzen hinweg, so etwa ein Regionalzug von München in Bayern bis nach Salzburg in Österreich. Oder auch die Usedomer Bäderbahn (UBB), die auf der Ostsee-Insel Usedom bis in den polnischen Teil der Insel verkehrt, nach Swinemünde. Hier sollte vor der Fahrt genau geprüft werden, ob das 9€-Ticket auch für die Ausslandsstrecke gilt.
  • Fahrt in der 1. Klasse: Das 9€-Ticket gilt generell nur für Fahrten in der 2. Klasse. Auch in Regionalzügen gibt es die 1. Klasse, doch diese kann mit dem ÖPNV-Aboticket nicht genutzt werden.
  • Mitfahrer-Nutzung: Abo-Kunden kennen und schätzen die Regelung: Sie können häufig in bestimmten Zeiträumen, etwa am Abend oder an Wochenenden, Mitfahrer kostenlos mitnehmen. Diese Regelung gilt auch während der Gültigkeit des 9-Euro-Tickets weiter, aber nur im ursprünglichen Verkehrsverbund. Wer also etwa ein VBB-Abo für Berlin hat, kann auch nur in Berlin Mitfahrer kostenlos mitnehmen – nicht aber in anderen Verkehrsverbünden der Bundesrepublik.
  • Touristische Bahnen: Bahnen, die einen separaten Tarif haben, können ebenfalls nicht mit dem 9-Euro-Ticket genutzt werden. Dazu gehören etwa Bergbahn wie die Zugspitzbahn oder die Nebelhornbahn in Bayern.

Kann ich den ICE mit dem 9€-Ticket nutzen?

Nein, im Fernverkehr gilt das 9€-Ticket nicht. Fahrten im ICE, IC, EC oder ECE der Deutschen Bahn sind mit dem 9-Euro-Ticket also nicht abgedeckt. Gleiches gilt für private Fernverkehrsunternehmen für den Flixtrain, der ebenfalls nicht enthalten ist, sowie Nachtzüge wie den ÖBB Nightjet.

Allerdings können Sie das 9€-Ticket mit einem Ticket für den Fernverkehr kombinieren – etwa, wenn die gewünschte Bahnstrecke eine Regionalzugverbindung im Vor- oder Nachlauf enthält. Sie können das 9€-Ticket bei der Buchung des ICE-Tickets einfach über bahn.de hinzubuchen:

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Kann ich mein Fahrrad kostenlos mitnehmen?

Die kostenlose Mitnahme von Fahrrädern ist nicht generell im 9€-ÖPNV-Monatsticket enthalten. Für die Fahrradmitnahme gelten die Mitnahmeregelungen der teilnehmenden Verkehrsverbünde. Allerdings werden die Züge von Juni bis August sehr voll werden, daher kann die Mitnahme des Fahrrads nicht garantiert werden. Die Deutsche Bahn empfiehlt, sich ein Fahrrad am Ausstiegsbahnhof zu leihen sowie Reisen mit Fahrrad an Feiertagen zu vermeiden. Das sind die Überblickspreise für die Fahrradmitnehme in Bundesländern; allerdings können die Regelungen in einzelnen Verkehrsverbünden abweichen.

Bundesland Kosten
Schleswig-Holstein 4,50 € (Fahrrad-Tageskarte) / 5,30 € (für Schleswig-Holstein und Hamburg)
Mecklenburg-Vorpommern 5,50 € pro Rad und Tag
Berlin & Brandenburg 3,30 € für die Einzel-Fahrradkarte, 6 € für die Tages-Fahrradkarte
Sachsen-Anhalt kostenfrei
Nordrhein-Westfalen 5 € pro Rad und Tag
Rheinland-Pfalz Mo.-Fr. vor 9:00h 6 € (Tageskarte), sonst kostenfrei
Hessen kostenfrei
Bayern 6 € für die Fahrrad-Tageskarte, Einzel-Fahrradticket zwischen 0,75€ und 6€ je nach Verbindung
Baden-Württemberg Mo.-Fr. 6:00 bis 9:00 h 6,50 €, sonst kostenfrei
Saarland Mo.-Fr. vor 9:00 h 6,50 €, sonst kostenfrei
Niedersachsen & Bremen 4,60 € (Fahrradtageskarte)
Sachsen
  • bei Fahrten zwischen Verkehrsverbünden: Fahrrad-Tageskarte 6,50€
  • Mittelsachsen und Vogtland: bei Verbundfahrkarte kostenfrei
  • Mitteldeutscher Verkehrsverbund: kostenfrei
  • Oberelbe: mit einer Verbundzeitkarte (außer Wochenkarte) kostenfrei
  • Oberlausitz-Niederschlesien: Fahrradtages- und Monatskarte erforderlich
Thüringen Kostenfrei
Hamburg 4,50 € (Fahrrad-Tageskarte) / 5,30 € (für Schleswig-Holstein und Hamburg)

In einzelnen Verkehrsverbünden fallen die Regelungen unterschiedlich aus. Nachfolgend das Preisbeispiel für die Fahrradmitnahme in Berlin bei den BVG:

Fahrradkarte Berlin AB Berlin BC Berlin ABC VBB-Gesamt
Kurzstrecke 1,30 1,30 1,30 1,30
Einzelfahrt 2,00 2,30 2,60 3,50
Tageskarte 4,90 5,30 5,50 6,00
Monatskarte 10,50 13,90 22,80

Was müssen Abo-Kunden beachten?

Für bestehende Abo-Kunden ändern sich Konditionen wie Mitnahmeregelungen oder die Berechtigung für die 1. Klasse für das eigene Tarifgebiet nicht. Außerhalb dieses Gebietes gilt das 9€-Ticket automatisch als Fahrschein der 2. Klasse ohne erweiterte Regelungen wie z.B. die Fahrrad-Mitnahme.

Der Preisnachlass wird auch an bestehende Abo-Kunden weitergereicht. Bestehende Abo-Kunden müssten sich nach Angaben des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) um nicht kümmern: „Abo-Kundinnen und -Kunden müssen sich um nichts kümmern, die Verrechnung erfolgt automatisch.“ Abo-Kunden sollen eine Gutschrift oder eine Erstattung für die Differenz zwischen ihrem Abo-Preis und dem 9-Euro-Ticket erhalten.

Was gilt für Job-, Schüler- oder Semester-Tickets?

Auch für Inhaber eines Job-Tickets gilt das reduzierte 9€-Monatsticket. Wie allerdings die Arbeitgeber den Rabatt verrechnen, ist wohl individuelle Sache des Arbeitgebers. Auch für Inhaber eines Schüler-Tickets oder Studenten mit einem Semester-Ticket profitieren ebenfalls und erhalten das 9-Euro-Ticket und eine Verrechnung für ihr ÖPNV-Abo. Auch Inhaber von Sozialtickets sollen vom Rabatt profitieren.

Gibt es ein 9€-Ticket für Kinder?

Ein separates Kinder-Ticket gibt es bei dieser Sonderaktion nicht. Kinder unter 6 Jahren fahren immer kostenlos. Kinder ab 6 Jahren müssen dann ebenfalls ein 9€-Ticket pro Kalendermonat erwerben.

Werden die Züge durch das 9€-Ticket überfüllt sein?

Bahn-Experten warnen bereits vor überfüllten Zügen und vielen Verspätungen in den Sommerwochenenden auf touristisch interessanten Strecken sowie in den Ferienregionen an Küsten oder Bergen. Ohne zusätzliche Regionalzüge erwartet etwa der Fahrgastverband Pro Bahn chaotische und abschreckende Zustände. Allerdings seien die Möglichkeiten für eine Aufstockung begrenzt: „Viel Reserven gibt es aber nicht,“ so der Vizevorsitzende des Gesamtbetriebsrats DB Regio, Ralf Damde.

Es besteht übrigens die Möglichkeit in einigen Regionen Deutschland, für Regionalzüge eine zusätzliche Sitzplatzreservierung zu buchen. Dies betrifft vor allem Strecken in Bayern, Rheinland-Pfalz & Saarland sowie Schleswig-Holstein. Diese Sitzplatzreservierung für den Regionalverkehr kann derzeit am DB Automaten sowie in DB Reisezentren und vielen DB Agenturen erworben werden. Weitere Infos:

Sitzplatzreservierung im Regionalverkehr

Die Deutsche Bahn bereitet sich auf eine steigende Zahl von Fahrgästen ab dem 1. Juni vor. So lässt DB Regio über 50 zusätzliche Züge rollen. Bahnkunden profitieren damit von rund 250 zusätzlichen Fahrten. Dadurch gibt es rund 60.000 zusätzliche Sitzplätze in Regional- und S-Bahn-Zügen. Da an den bevorstehenden Feiertagswochenenden und während der Sommermonate insbesondere mehr Freizeit- und Ausflugsfahrten unternommen werden, verstärkt die DB vor allem entlang touristischer Strecken das Personal in Zügen und Bahnhöfen. Über 700 zusätzliche Service- und Sicherheitskräfte koordinieren den Ein- und Ausstieg, unterstützen Reisende mit Gepäck oder Fahrrädern und stehen für Auskünfte zur Verfügung. Das sind viermal so viele wie in einem normalen Sommer. Außerdem verstärkt DB Regio die Wartung und Reinigung von Zügen in den Werken und durch mobile Instandhaltungsteams. Alle Maßnahmen erfolgen in enger Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Aufgabenträger der Bundesländer.

Die prognostizierten Fahrgastströme erinnern stark an das frühere Wochenendticket, bei dem bis zu 5 Personen anfangs für 15 DM mit allen Regionalzügen durch die Bundesrepublik fahren konnten. Damit dürfte die eigentliche Intention des 9-Euro-Tickets, Pendler zum Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn zu bewegen, einen ganz anderen Effekt verursachen: eine Welle von Low-Budget-Reisen mit Regionalzügen in den Sommerferien – so wie frühere Wochenendticket – bzw. dessen Nachfolger Quer-durchs-Land-Ticket, das im Aktionszeitraum dann wohl nicht mehr verkauft werden dürfte. Auch Ländertickets wie etwa das Bayern-Ticket, das Brandenburg-Ticket; das Schleswig-Holstein-Ticket oder regionale Sonderangebote wie das Stadt-Land-Meer-Ticket für die Fahrt von Berlin an die Ostsee dürften im Aktionszeitraum keinen Absatz mehr finden.

Für wen lohnt sich das 9€-Ticket nicht?

  • Wer eine BahnCard 100 hat, erhält keine Gutschrift oder eine Erstattung für die Differenz zwischen ihrem Abopreis und dem 9-Euro-Ticket. Besser sieht es für Inhaber von Zeitkarten im Regionalverkehr aus: Sie erhalten eine Gutschrift.
  • Auch, wer bevorzugt in der 1. Klasse unterwegs ist, hat nichts vom 9€-Ticket. Die Aktion mit dem 9-Euro-Monatsabo gilt nur für die 2. Klasse.
  • Für alle Inhaber einer BahnCard lohnt sich das 9€-Ticket ebenfalls nicht, da es im Fernverkehr der Bahn nicht gilt. Zudem gibt es keinen BahnCard-Rabatt auf den Kauf des Tickets.

Die schönsten Bahnstrecken mit dem 9€-Ticket

Doch wohin soll überhaupt die Reise mit dem 9€-Monatsticket gehen? Wir haben Tipps für schöne Bahnreisen mit dem 9-Euro-Ticket rausgesucht. Neben den 7 besten Bahnstrecken Deutschlands gibt’s zudem die 10 beliebtesten Urlaubsregionen und alle Infos zu Bahn-Verbindungen dorthin mit dem 9-Euro-Ticket. Besonders gefragte Strecken mit dem 9-Euro-Ticket sind:

  • Berlin – Ostsee
  • Hamburg – Sylt
  • München – Alpen

9-Euro-Ticket: Die schönsten Bahnstrecken & Reiseziele

Infos zum 9€-Ticket in einzelnen Verkehrsverbünden

Berlin – 9-Euro-Ticket bei den BVG

Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) ist das 9-Euro-Ticket über die BVG Fahrinfo-App, BVG Ticket-App oder die Mobilitäts-App Jelbi buchbar. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, das Ticket über die BVG-Kundenzentren, in Reisemärkten und Agenturen sowie an den BVG-Ticketautomaten zu erwerben. Alle Infos >> 9-Euro-Ticket BVG Berlin 

München – 9-Euro-Ticket beim MVV

Der Münchner Verkehrsverbund MVV stellt das 9€-Ticket sowohl digital, zum Beispiel als MVV-HandyTicket, als auch über analoge Vertriebskanäle, wie etwa den Verkauf an den Fahrkartenautomaten sowie in den Kundencentern im Verbundgebiet, zur Verfügung. Der MVV weist darauf hin, dass eine Erhöhung der Kapazitäten nur sehr eingeschränkt möglich sein. Deshalb ist zu erwarten, dass auf einigen Strecken auch zu Überbesetzungen kommen kann. Alle Infos >> 9-Euro-Ticket MVV München

Hamburg – 9-Euro-Ticket beim HVV

Das 9-Euro-Monatsticket ist in Hamburg im HVV-Onlineshop, in der hvv App in den Servicestellen sowie in vielen Bussen im Hamburger Umland zu kaufen. Ab dem 1. Juni ist das 9-Euro-Ticket dann auch in der hvv switch-App, in allen Bussen in Hamburg und an den Fahrkartenautomaten erhältlich. Innerhalb der 3 Monate entfallen alle hvv Monatskarten und ebenso alle Einzelkarten, die mehr als 9 Euro kosten. Sie werden durch das 9-Euro-Monatsticket ersetzt. Tages- und Gruppenkarten werden weiterhin angeboten, weil für diese Karten, anders als für das 9-Euro-Monatsticket, Mitnahmeregelungen gelten. Alle Infos >> 9-Euro-Ticket HVV Hamburg

Köln – 9-Euro-Ticket bei den KVB

Bei den Kölner Verkehrsbetrieben KVB gibt es das 9-Euro-Ticket in der KVB-App, an allen KVB-Automaten sowie in den Kundencentern und Verkaufsstellen. Wenn Sie das 9-Euro-Ticket in der KVB-App, am Automaten oder in den Kundencentern und Verkaufsstellen kaufen, endet dieses automatisch am Monatsende. Zudem weisen die KVB darauf hin, dass alle Stammkundinnen und -kunden im gleichen Maße von den Vorteilen des neuen Angebots profitieren werden. Alle Infos >> 9-Euro-Ticket KVB Köln

Übersicht Verkehrsverbünde

An einem 9-Euro-ÖPNV-Ticket, bei dem es „9 für 90“ gibt, könnten sich folgende Verkehrsverbünde und -unternehmen beteiligen:

Baden-Württemberg

  • Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehr GmbH (HNV)
  • Bodensee-Oberschwaben-Bahn GmbH & Co. KG (Bodo)
  • KreisVerkehr Schwäbisch Hall GmbH (KVSH)
  • Heidenheimer Tarifverbund (HTV)
  • Donau-Iller-Nahverkehrsverbund-GmbH (DING)
  • Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau GmbH (naldo)
  • OstalbMobil GmbH (OAM)
  • Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS)
  • Bodensee-Oberschwaben-Verkehrsverbund GmbH
  • Verkehrsgemeinschaft Bäderkreis Calw (VBC)
  • Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE)
  • Nahverkehrsamt/Verkehrsverbund TUTicket (TUT)
  • Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar GmbH (VSB)
  • Regio Verkehrsverbund Lörrach GmbH (RVL)
  • Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (VRN)
  • Verkehrsunternehmen Hegau-Bodensee Verbund GmbH (VHB)
  • Regio Verkehrsverbund Freiburg GmbH (RVF)
  • Waldshuter Tarifverbund GmbH (WTV)
  • Tarifverbund Ortenau GmbH (TGO)
  • Verkehrsverbund Rottweil GmbH (VRR)
  • Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV)
  • Verkehrs-Gemeinschaft Landkreis Freudenstadt GmbH (VGF)
  • BW-Tarif GmbH

Bayern

  • Stadtwerke Bad Reichenhall KU
  • Stadtwerke Schweinfurt GmbH
  • Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain GmbH (VAB)
  • Bodensee-Oberschwaben-Bahn GmbH & Co. KG (Bodo)
  • Donau-Iller-Nahverkehrsverbund-GmbH (DING)
  • Verkehrsbetriebsgesellschaft Passau mbH
  • Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN)
  • Verkehrsverbund Mittelschwaben GmbH (VVM)
  • Verkehrsunternehmens-Verbund Mainfranken GmbH (VVM)
  • agilis Eisenbahngesellschaft mbH & Co. KG
  • agilis Verkehrsgesellschaft mbH & Co. KG
  • Regensburger Verkehrsverbund GmbH (RVV)
  • Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (AVV)
  • Omnibusverkehr Franken GmbH (OVF)
  • Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO)
  • Regionalbus Ostbayern GmbH (RBO)
  • Verkehrsgemeinschaft Kissingen mobil (Kim.)
  • Verkehrsgemeinschaft Rottal-Inn (VGRI)
  • Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (MVV)
  • Bayerische Regiobahn GmbH
  • Zweckverband Verkehrsgemeinschaft Region Ingolstadt (VGI)
  • Bayerische Oberlandbahn GmbH

Berlin und Brandenburg

  • Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH (VBB)

Bremen

  • Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen GmbH (VBN)

Hamburg

  • Hamburger Verkehrsverbund GmbH (HVV)

Hessen

  • Nordhessischer Verkehrsverbund (NVV)
  • Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (VRN)
  • Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV)

Mecklenburg-Vorpommern

  • NAHBUS Nordwestmecklenburg GmbH
  • Nahverkehr Schwerin GmbH
  • Verkehrsverbund Warnow GmbH (Ohne Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH (MBB))

Niedersachsen

  • Verkehrsgesellschaft Hameln-Pyrmont mbH (Öffis)
  • Großraum-Verkehr Hannover GmbH (GVH)
  • Hamburger Verkehrsverbund GmbH (HVV)
  • Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen GmbH (VBN)
  • Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven GmbH
  • ROSA Tarifverbund
  • Verkehrsverbund Region Braunschweig (VRB)
  • Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen GmbH (VSN)
  • KVG Stade GmbH & Co. KG
  • CeBus GmbH & Co. KG
  • Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS)
  • Verkehrsgemeinschaft Bentheim (VGB)

Nordrhein-Westfalen

  • Aachener Verkehrsverbund GmbH
  • Verkehrsverbund Rhein-Ruhr GmbH
  • Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
  • WestfalenTarif GmbH

Rheinland-Pfalz

  • Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund GmbH (RNN)
  • Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (VRN)
  • Verkehrsverbund Rhein-Mosel GmbH (VRM)
  • Verkehrsverbund Region Trier GmbH (VRT)

Saarland

  • Saarländische Nahverkehrs-Service GmbH (SNS) (SaarVV)

Sachsen

  • Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien GmbH
  • Verkehrsverbund Mittelsachsen GmbH (VMS)
  • Mitteldeutscher Verkehrsverbund GmbH (MDV)
  • Verkehrsverbund Vogtland GmbH
  • Verkehrsverbund Oberelbe GmbH (VVO)

Sachsen-Anhalt

  • Verkehrsgesellschaft Südharz mbH (VGS)
  • Mitteldeutscher Verkehrsverbund GmbH (MDV)

Schleswig-Holstein

  • nah.sh
  • Hamburger Verkehrsverbund GmbH (HVV)
  • Aktiv Bus Flensburg GmbH

Thüringen

  • Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT)
  • Erfurter Bahn GmbH
  • Mitteldeutscher Verkehrsverbund GmbH (MDV)
  • Süd Thüringen Bahn GmbH
  • Verkehrsgesellschaft Südharz mbH (VGS)

deutschlandweit

  • DB Regio AG
  • sowie alle privaten Eisenbahnunternehmen, die Regionalverkehrsmittel bereitstellen – etwa Transdev, metronom oder ODEG

Chancen und Risiken des 9-Euro-Tickets

Die Ampel-Regierung will Bürgerinnen und Bürger ermutigen, künftig häufiger Bus und Bahn zu fahren – vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und der steigenden Spritpreise sowie einer nachhaltigen Verkehrswende, um den Klimawandel zu verlangsamen. Da die Preise für den ÖPNV oft teurer sind als das Auto, kommt das Neun-Euro-Ticket ab Juni für drei Monate.

Die Kosten für dieses Projekt übernimmt der Bund, indem er die sogenannten Regionalisierungsmittel für die Länder erhöht. Die Länder geben die Gelder dann an die Tarifverbünde weiter. Dazu sollen die Mittel für die Länder zur Finanzierung des Nahverkehrs um 3,7 Milliarden Euro erhöht werden. Davon sollen neben coronabedingten Ausfällen die Kosten für das 9-Euro-Monatsticket in Höhe von 2,5 Milliarden Euro gezahlt werden, so Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP).

Nach dem Bundestag stimmte am 20. Mai nun auch der Bundesrat für das 9€-Ticket. Das Parlament votierte für die Änderung des sogenannten Regionalisierungsgesetzes. Die Länderkammer entschied dann abschließend über die Finanzierung. Es geht um zusätzliche Mittel zur Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs für die Länder in Höhe von 3,7 Milliarden Euro für dieses Jahr. Davon sind 2,5 Milliarden Euro für das Neun-Euro-Ticket vorgesehen.

Lob für das „9 für 90“-Ticket kommt von Klaus-Dieter Hommel, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG): „Das 9-Euro-Ticket ist ein Schritt in die richtige Richtung für einen preiswerten und künftig kostenlosen Nahverkehr. Damit wird der Nahverkehr bezahlbar und attraktiv. Bundesländer und Unternehmen müssen diese Reglung schnell, flächendeckend und bundeseinheitlich umsetzen. Dazu braucht man kurzfristig mehr Angebote und mehr Personal. Im Hinblick auf die notwendige Verkehrswende in Deutschland müssen solche Angebote, wie das 365-Euro-Ticket oder der kostenlose Nahverkehr, dauerhaft eingeführt werden. Die Politik muss jetzt Mut für eine Verkehrswende beweisen – aus Kostengründen darf man diese Lösung nicht wieder in Frage stellen.“

Auch Bremens Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne) begrüßte das 9-Euro-Monatsticket. „Besonders freut mich, dass auch der ÖPNV eine tragende Rolle spielen soll. Das ist nicht nur sozial ausgewogen, sondern auch bezogen auf die energiepolitische Unabhängigkeit Deutschlands und die Klimakrise der richtige Schritt.“ Der ÖPNV sei einer der wichtigsten Faktoren bei der Verkehrswende. Die genaue Umsetzung des Entlastungspakets insbesondere im ÖPNV werde derzeit mit dem Bund besprochen. „Mir ist wichtig, dass auch die treuen Kunden mit Jahres- oder Monatstickets von der Neun-Euro-Regel profitieren“, sagte Schaefer.

Dagegen hat der Fahrgastverband Pro Bahn massive Kritik am geplanten 9-Euro-Ticket im öffentlichen Nahverkehr geäußert. „‚9 für 90‘ ist aus unserer Sicht ein populistischer Schnellschuss ohne nachhaltige Wirkung“, so Karl-Peter Naumann gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Aus Sicht von Pro Bahn wäre es dagegen sinnvoller, die Gelder in den Ausbau des ÖPNV zu investieren. Hintergrund der Kritik ist der Geldtopf, aus dem die 9-Euro-Monatsticket bezahlt werden sollen: die sogenannten Regionalisierungsmittel für die Bundesländer. Dieser Geldtopf dient aber bislang dazu, den Schienenverkehr und das ÖPNV-Netz auszubauen, um die Verkehrswende vorwärts zu treiben. Werden nun Milliarden in die kurzfristige Steigerung der Fahrgastzahlen durch die 9-Euro-Monatsticket gesteckt, fehlt dieses Geld später für den nachhaltig orientierten Ausbau des Schienen- und ÖPNV-Netzes.

Das meint Bahndampf: Bisherige Abo-Kunden können sich freuen: Sie zahlen 3 Monate lang deutlich weniger und sparen viel Geld, auch wenn die Details noch nicht bekannt sind. Doch die mindestens 2,5 Milliarden Euro, die der Bund für die Aktion bereitstellt, sind sogenannte Regionalisierungsgelder. Diese sind eigentlich für die Entwicklung des Schienenverkehrs und des ÖPNV gedacht – für eine Verkehrswende hin zu grüner, nachhaltiger Mobilität ist die Stärkung der öffentlichen Nahverkehrs ein ganz entscheidender Faktor. Dazu müssen mehr Menschen auf Bus & Bahn umsteigen, viele werden ein günstiges 3-Monats-Abo im ÖPNV für nur 27 Euro testen. Durch die „9-für-90“-Aktion gibt es vielleicht auch auf längere Sicht einige zusätzliche Abo-Kunden, die auch nach dem Aktionszeitraum dabei bleiben. Doch fährt dadurch keine einzige zusätzliche Bahn, doch ist dadurch noch kein zusätzliche Meter Schiene gebaut. Und die Geldmittel sind nach den 3 Monaten verpufft.


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